AND THEN WE TOOK BERLIN

Berlin 1970 – 1989 – 2015. In der DDR der 70er Jahre übten die „dunklen Vollblutmusiker“ aus Rumänien eine große Faszination aus. Sie kamen auf Einladung der Agenturen, sangen die Hits von anderen und siegten über die Systeme. Mit dem Fall der Mauer und der rumänischen Revolution war die Zeit der Live-Cover-Bands abgelaufen – noch heute leben die gealterten „Naturtalente“ in Berlin und schustern sich aus einer glorreichen Vergangenheit und der sich verändernden wirtschaftlichen Situation ihre Identitäten zurecht. AND THEN WE TOOK BERLIN basiert auf Recherche und direkten Gesprächen mit den Musikern: Inspiration für das Projekt ist die persönliche Geschichte des Vaters des rumänischen Autors Peca Stefan.

 

Antragsteller/in Lydia Ziemke

Veranstaltungstermin 14. / 15. / 16. Januar 2016, 20 Uhr 17. Januar 2016, 18 Uhr

Veranstaltungsort Ballhaus Ost Berlin

Förderbetrag 58.000 €

Kooperationen Eine Produktion von Suite 42, Basierend auf einer Idee von Peca Stefan, in Kooperation mit dem Ballhaus Ost. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

Internetseiten www.suite42.orgwww.ballhausost.de

Dima Peels

Black Hole

"Black Hole" ist eine installative Musikperformance, die sich in Form eines Requiems mit der Kraft und den Abläufen von Trauerritualen und der Interaktion von Bewusstem und Unbewusstem beschäftigt. Hierfür schaffen das Solistenensemble Kaleidoskop und der Künstler und Hypnotiseur Martin Eder eine jenseitige akustische und visuelle Zwischenwelt – auf der Suche nach den Möglichkeiten von gemeinschaftlichen Erfahrungen in der Trauer. Das Publikum befindet sich auf der Bühne und wird Teil des von den Musiker*innen und Martin Eder initiierten Rituals.

 

Trauer ist ein körperlicher Zustand, eine Körperlichkeit, die nach einem Ausdruck verlangt, um sie zu verarbeiten. Mit Hilfe der Hypnose, einem Verfahren zum Erreichen eines tief entspannten Wachzustands, werden diese Erfahrungen für das Publikum körperlich erlebbar. Musik von u. a. Ligeti, Ockeghem, Pärt, Tenney, Valikoski und Xenakis dient als Material für ein neues Requiem.

 

Im Zusammenspiel von Musik, Raum und gemeinsamen rituellen Handlungen behandelt "Black Hole" die schwindende Bedeutung der Trauer in einer sich zunehmend individualisierenden Gesellschaft sowie die Suche nach Riten, die den Tod in und über eine Gemeinschaft musiktheatralisch erfahrbar machen.

Antragsteller/in Solistenensemble Kaleidoskop

Veranstaltungstermin Premiere: 25. Februar 2016, 20:00 Uhr Vorstellungen: 26. bis 28.02.2016, jeweils 20:00 Uhr

Veranstaltungsort Sophiensaele

Förderbetrag 120.000 €

Internetseiten www.kaleidoskopmus.../black-hole/sophiensaele.com/p...50&hl=de

Black Hole © Martin Eder

Solistenensemble Kaleidoskop © Marius Glauer

Bound to Hurt

Der Turner-Preisträger Douglas Gordon zählt zu den weltweit stilprägenden Video- und Installationskünstlern. Der gebürtige Schotte wurde Anfang der 1990er Jahre mit einer Arbeit bekannt, die den Alfred-Hitchock-Klassiker “Psycho” unter Rückgriff auf Verfremdungstechniken auf eine Dauer von 24 Stunden ausdehnte. Mit “Bound to Hurt” präsentiert der Künstler nun eine düstere Bühnenarbeit über zwischenmenschliche, oftmals häusliche Gewalt. Für dieses Projekt arbeitet er mit Philip Venables zusammen, einem Musik-Erneuerer, dessen Kompositionen eine äußerst rohe Form der Emotionalität entwickeln. In “Bound to Hurt” werden populäre Songs von Donna Summer über Jacques Brel bis hin zu Madonna und experimentelle Musik von Throbbing Gristle zum Material und Fluchtpunkt surrealer Fantasien. Zentrale Protagonistin von “Bound to Hurt” ist die Schauspielerin und Sängerin Ruth Rosenfeld, die durch ihre Mitwirkung an Stücken von Frank Castorf und Herbert Fritsch bekannt wurde. Sie wird begleitet von dem deutsch-isländischen Kammermusikensemble Adapter. Das Ergebnis ist eine intermediale und grenzüberschreitende Performance, die sich auf dem schmalen Grat zwischen Liebe und Hass, Zärtlichkeit und Aggression bewegt.

Antragsteller/in Hebbel-Theater Berlin GmbH

Veranstaltungstermin 6. bis 8. August 2015 Kampnagel Hamburg / 7. bis 10. Oktober 2015 / HAU1 15. bis 18. Juni 2016 / Theater Basel

Veranstaltungsort s.o.

Förderbetrag 100.000 €

Kooperationen Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer, Internationales Sommerfestival Kampnagel (Hamburg) und Theater Basel

Internetseiten www.hebbel-am-ufer.dewww.kampnagel.dewww.theater-basel.ch

Pressestimmen

Foto: studio lost but found

Foto: studio lost but found

Foto: studio lost but found

Die Elenden

Stigmatisierung und persönliche Würde - in Victor Hugos Roman "Die Elenden" sind beide Aspekte

unmittelbar miteinander verknüpft. Ein Beispiel ist die Hauptfigur des Valjean, der nach langer Haft entlassen wird und einen gelben Pass erhält. Dieser Pass zeichnet ihn als Mitglied der Gesellschaft aus, hindert ihn aber zugleich, vollständig akzeptierter Teil der Gesellschaft zu werden. Was ändert sich, wenn ein Schauspieler im Rollstuhl die Rolle des Valjean spielt? Die Ambivalenz zwischen Zugehörigkeit und Ausschluss ist für ihn, ebenso wie die anderen mitwirkenden Schauspieler von Theater RambaZamba - allesamt Schauspieler mit geistiger oder körperlicher Beeinträchtigung - grundlegender Teil der Lebenserfahrung. Der "Behindertenausweis", aber auch der Rollstuhl, ist ihr Stigma, er macht sie für die Gesellschaft identifizierbar, als Hilfsbedürftige, Schwachsinnige, als Opfer oder gar Täter. Die Zuweisungen sind vielfältig, je nach der Perspektive dessen, der urteilt. Wie gehen die Schauspieler mit ihrem Stigma und den damit verbundenen Vorurteilen um? Wie nutzen sie die Symbolik der Ausgegrenzten (der Behindertenausweis, der Häftlingsausweis etc.) für

sich und bewahren ihre Würde? Der Roman "Die Elenden" bildet die Folie für dieses Projekt, dass

die vielfältigen Stigmatisierungsformen unserer heutigen Gesellschaft radikal hinterfragt. Vom Motiv der Barrikade - schon bei Hugo ein ambivalentes Sinnbild der Revolution - ist es kein weiter Weg zu den Barrieren, die in der Realität und in den Köpfen existieren. Sie verhindern, dass Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen an der Gesellschaft teilhaben, trotz politischer Verordnungen und warmer Worte. Da wollen die RambaZambas ran, an die ganz offensichtlichen und die ganz subtilen Wege der Ausgrenzung. Im Alltag, in den Medien, im Theater: Her mit den Barrieren und auf

die Barrikaden, ihr Schwachköpfe!

Antragsteller/in RambaZamba e.V./Gisela Höhne

Veranstaltungstermin 9. und 10. November 2015 (innerhalb des NoLimits Festivals) 19., 20., 21. und 22. November 2015

Veranstaltungsort Theater RambaZamba

Förderbetrag 80.000 €

Internetseiten www.theater-rambazamba.org

Melanie Bühnemann

(c) Melanie Bühnemann

(c) Melanie Bühnemann

Nationaloper

Berlin, September 2015 – Nationaloper. Ein Wort wie drei Ausrufezeichen! Doch was genau bezeichnet es? Ein Gebäude? Eine Komposition? Ein Kulturerbe? Nichts von alledem…? Nach der Wiederaufführung und Überschreibung der ersten und einzigen futuristischen Oper „Der Sieg über die Sonne“ (2013) und der auf improvisierten Musiktheaterformen basierenden „T-HOUSE-TOUR“ (2014/15) fragt NOVOFLOT in seinem neuesten Opernprojekt nach dem Verhältnis von Kunst und Nationalbewusstsein. Genauer gesagt: nach der Beschaffenheit nationaler Kulturdenkmäler aus dem Bereich des musikalischen Theaters und deren Bedeutung für gesellschaftliches Empfinden und Verhalten. Macht das Vorhandensein von Nationalopern eine Bevölkerung zu einer nationalistischeren Bevölkerung? Und wenn ja, warum? Weil man gemeinschaftlich ein Kunstwerk liebt, die überlieferten Geschichten aus der Heimat und die damit verbundenen unsterblichen Melodien? Weil ein auf solche Weise geteilter Kulturbesitz Identifikation stiftet und Stolz und Abgrenzungsfreude? Mag sein. Genauso möglich aber wäre, dass die Bedeutung nationaler Musikkulturgüter propagandistischen Ursprungs ist, abgekoppelt vom Kunstwerk, allein dazu dienend, Nationalbewusstsein zu schüren und dieses politisch zu verwenden. Sicher ist: Die Antworten sind komplizierter (oder einfacher, was absolut erschreckend wäre) und in keinem Fall leicht zu haben. Umso weniger zu einer Zeit, in der sich europäisches Nationalempfinden auf zutiefst verschiedene Weise zeigt oder versteckt.

 

Nicht zuletzt aus diesem Grund initiiert NOVOFLOT ein ungewöhnliches Experiment: Nicht eine Nationaloper gerät zum Ausgangspunkt der künstlerischen Auseinandersetzung, sondern drei. Nicht eine Kompanie allein stellt sich der Beschäftigung mit musikalischen Kulturerbschaften, sondern drei. Erstmalig verbindet Novoflot an einem Abend gleich drei Inszenierungen von drei Ensembles aus drei verschiedenen europäischen Ländern zu einem Zyklus von bisher unbestimmter Spieldauer. Während Novoflot sich dem „Freischütz“, und damit der angeblich deutschesten aller deutschen Opern von Carl Maria von Weber zuwendet, erkundet der ungarische Regisseur Arpad Schilling (gemeinsam mit Mitgliedern der von ihm gegründeten Gruppe KRETAKÖR) die Dimensionen der berühmtesten ungarischen Oper „Bank Ban“ von Nationalkomponist Ferenc Erkel. Überschattet werden diese Ereignisse von einer Nationaloper der besonderen Art: die Zürcher Gruppe kraut_produktion verdichtet (mangels Existenz eines nationalen Musiktheaterwerks) die den Auswüchsen rechtspopulistischer Tendenzen und dem System der direkten Demokratie geschuldeten Wirren um die anstehende Neugestaltung der Schweizer Nationalhymne zur ersten eidgenössischen Nationaloper(ette). Alle drei Inszenierungen werden an einem Abend zu sehen sein. Sie werden Auskunft darüber geben, wie nationale Theaterensembles auf nationales Kulturgut blicken, und was es heißt, wenn diese sehr verschiedenen Sichtweisen unmittelbar aufeinandertreffen.

 

NATIONALOPER wird Ende September 2015 mit einer von Novoflot inszenierten Ouvertüre eingeläutet.

Ein Auftakt, der zum Ausflug gerät an einen sehr ungewöhnlichen Ort in Berlin, dorthin, wo die legendäre Freischütz-Familie ihre nationale Ursuppe kocht und sich einmalig und ausnahmsweise dabei beobachten lässt. Aus angemessener Distanz. Und zu einem Zeitpunkt, an dem der Komponist Carl Maria von Weber noch weit davon entfernt war, die Koordinaten seiner „Freischütz“-Oper endgültig festzulegen. Beginnend mit diesem Auftakt (NATIONALOPER #1) machen sich ab Herbst 2015 drei frei produzierende europäische Gruppen bereit zur Nationaloper-Sichtung. Sie tun es zunächst in Berlin, Budapest und Zürich, um schließlich im Sommer 2016 im Berliner Radialsystem V und der Volksbühne am Rosa- Luxemburg-Platz zusammenzukommen (NATIONALOPER #2 & #3). Ob diese Begegnung reibungslos verläuft, wird sich zeigen. Vieles hängt wohl davon ab, wer zu welchem Zeitpunkt seine bei der gemeinsamen Projektverabschiedung gegossenen Freikugeln verschießt.

Antragsteller/in NOVOFLOT

Veranstaltungstermin # 1 Ouvertüre: 25. bis 27. September 2015 # 2 Freischütz - Bank Ban - Schweizerpsalm 24. bis 26. Juni 2016 #3 Die lange Nacht der Nationaloper Anfang Juli 2016

Veranstaltungsort # 1 geheim, #2 Radialsystem V, #3 Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz

Förderbetrag 150.000 €

Kooperationen Radialsystem V Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Gefördert durch die Kulturverwaltung des Landes Berlin, den Hauptstadtkulturfonds, die Rudolf-Augstein-Stiftung sowie im Rahmen von Szenenwechsel, einem Programm der Robert-Bosch-Stiftung und des Internationalen Theaterinstituts.

Internetseiten www.nationaloper.de

(© Karolina Serafin / Malte Ubenauf / Novoflot)

(© Karolina Serafin / Malte Ubenauf / Novoflot)

Pizzeria Anarchia

PIZZERIA ANARCHIA

 

Eine internationale Theaterproduktion von Balletto Civile (I), Fondazione Neuköllner Oper und Musiktheatertage Wien (A)

 

Kann denn Pizza Sünde sein? Sehr wohl – wenn sie von einer Handvoll Punks und Wiener Altmietern gebacken wird, die sich übers Kochen solidarisieren und im einem leerstehenden Haus eine Pizzeria aufmachen, anstatt endlich gemeinsam auszuziehen. Denn das will ein Investor, der diese Pizzaleute einfach nicht aus seinem Spekulationsobjekt, Entschuldigung: Haus herauskriegt.

So müssen im August letzten Jahres in Wien 1500 Polizisten die stadtbekannte „Pizzeria Anarchia“ samt restlichem Haus und Bewohner (12 Punks) räumen.

Auf Initiative der Neuköllner Oper entsteht mit dem BALLETTO CIVILE (im Sommer 2013 hier mit Brennero Crash) Künstlern aus Wien und der NO ein Musik, Bewegung, Gesang, Sprache und Tanz durchmischendes Musiktheater, in dem ein anarchistischer Hund, ein Polizist mit französischem Akzent und ein Haufen sympathischer Zeitgenossen fragen: wem gehört eigentlich unsere Stadt?

 

Idee, Konzeption: Thomas Desi (A), Bernhard Glocksin (D), Michela Lucenti und Maurizio Camilli (I)

Regie, Choreographie: Michela Lucenti·Komposition: Michael Emanuel Bauer·Text: Thomas Desi und Balletto Civile·Dramaturgie: Bernhard Glocksin· Ausstattung: Chiara Defant·Sound Design, Ton: Tiziano Scali· Licht Design: Matteo Attolini

 

Mit: Fabio Bergaglio, Florian Bergmann, Ambra Chiarello, Benoit Pitre, Maurizio Camilli, Alberto Cavenati, Michela Lucenti, Alessandro Pallecchi, Manuela Serra, Demian Troiano

 

Termine:

15.10. 2015 – 20.00

17.10. 2015 – 20.00

18.10. 2015 – 20.00

22.10. 2015 – 20.00

23.10. 2015 – 20.00

24.10. 2015 – 20.00

29.10. 2015 – 20.00

30.10. 2015 – 20.00

31.10. 2015 – 20.00

01.11. 2015 – 20.00

03.11. 2015 – 20.00

04.11. 2015 – 20.00

06.11 2015 - 20.00

Saal der Neuköllner Oper

 

Antragsteller/in Neuköllner Oper

Veranstaltungstermin ab 15. Oktober 2015

Veranstaltungsort Neuköllner Oper

Förderbetrag 60.000 €

Kooperationen Balletto Civile, Fondazione Luzzati-Teatro della Tosse (I), Neuköllner Oper und Musiktheatertage Wien (A).

Internetseiten www.neukoellnerope...ria-anarchia

Vincent Stephan

Vincent Stephan

Vincent Stephan

Reading Salomé

Oper als Hort monströser Geschlechterbilder: Richard Strauss' Oper Salomé wurde seit ihrer Uraufführung 1905 als „monströs“ bezeichnet: Wegen der Musik, die in bis dahin kaum gehörte Bereiche führte, aber auch, weil sich in der Protagonistin die größten Angstphantasien der Zeit bündelten: Differenzen wie Hysterie, jüdisch-sein oder das vermeintlich männliche Ausleben ihres sexuellen Begehrens.

 

In ihrem neuen Musiktheaterprojekt konfrontieren Johannes Müller und Philine Rinnert Richard Strauss‘ Oper Salomé mit Techniken des Drag – einem Genre, das Geschlecht als überdramatische Rolle begreift. Lipsyncs, elaborierte Kostüme und üble Nachrede verquicken sich zu einer Abhandlung über die Exotik der Oper und die Frage, ob es eine Befreiung sein könnte, ein Monster wie Strauss‘ Salomé zu sein. Eine Revue aus opulenten Salomé-Reenactments, musikalischer Werkanalyse und Archiv-Dokumenten.

Antragsteller/in Johannes Müller

Veranstaltungstermin Premiere 8.Oktober 2015, 20.00 Uhr und 9./10./11.Oktober 2015 12./13./14.November 2015

Veranstaltungsort Sophiensaele Berlin/Kampnagel Hamburg

Förderbetrag 75.000 €

Kooperationen Eine Produktion von Johannes Müller/Philine Rinnert in Koproduktion mit Kampnagel Hamburg und SOPHIENSÆLE. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und der Rudolf Augstein Stiftung. Medienpartner: taz.die tageszeitung

Internetseiten www.sophiensaele.c...Dstueck=1376

Florian Krauss

Florian Krauss

The Photographer

THE PHOTOGRAPHER

Mixed Media in drei Teilen (1982)

 

Musik von Philip Glass

Schauspiel von Rob Malasch

 

Manuel Nawri - Musikalische Leitung / Shang-Chi Sun - Regie/Choreografie / Safy Etiel - Video / Hans Fründt - Lichtdesign / Andre Bartetzki - Sounddesign / Melinda Stokes/Stokx - Kostüme / Andrea Portioli/Stokx - Assistenz Kostüme

 

Annapaola Leso, Samuel Déniz Falcón, David Essing - Schauspiel/Tanz

 

Vocalconsort Berlin

Ensemble KNM Berlin

 

„The Photographer“ – das ist der englische Fotograf Eadweard Muybridge (1830-1904). Muybridge begründete die Chronofotografie und schuf die Voraussetzungen für die Entwicklung des Films.

Fast vergessen jedoch sind die anderen Ereignisse seines Lebens. 1874 erschoss Muybridge den Liebhaber seiner Frau. Im darauffolgenden Prozess wurde er jedoch wegen „entschuldbaren Mordes“ freigesprochen.

 

Akt I erzählt als Schauspiel die Ereignisse rund um das Verbrechen von Muybridge und seinen späteren Freispruch. Akt II verbindet Bild mit Musik und wird in Form eines Konzerts für Violine und Ensemble präsentiert.

Akt III bringt in einem furiosen Tanzfinale, das zu den besten Arbeiten von Philip Glass gehört, die Charaktere des ersten Akts – diesmal jedoch als Tänzer – zurück ins Geschehen.

 

“Unter der Verschmelzung von kühler Präzision und entfesselter Virtuosität war dies ein sehr bemerkenswerter Abend, der vom Publikum entsprechend begeistert aufgenommen wurde.“

(Kölner Stadtanzeiger vom 16. September 2014 zur Aufführung in der Kölner Philharmonie)

 

Antragsteller/in Ensemble KNM Berlin

Veranstaltungstermin 17. und 18. Dezember 2015

Veranstaltungsort Uferstudios Berlin, Studio 14

Förderbetrag 12.000 € Wiederaufnahme

Kooperationen Ministry of Culture Republic of China (Taiwan), Kunstbibliothek - Staatliche Museen zu Berlin, Uferstudios

Internetseiten www.kammerensemble.dewww.smb.museum/photographerwww.amiando.com/photographer

Pressestimmen

Sven Hagolani

Piero Chiussi

Piero Chiussi