21. Jüdisches Filmfestival Berlin & Potsdam

Das Jüdische Filmfestival Berlin & Potsdam ist das größte und umfassendste Forum für den jüdischen und israelischen Film in Deutschland. Sein Schwerpunkt ist das heutige jüdische Leben und dessen ständige Weiterentwicklung. Wir wollen die Festivalbesucher teilhaben lassen, wie Juden heute in Deutschland, Europa und der Welt leben und sich das Judentum mit seinen Traditionen und Riten – und eventuell auch ohne sie – weiterentwickelt. Was verbindet, was trennt Juden und Nicht-Juden in Deutschland? Und auch: Was verbindet Juden in aller Welt miteinander, was trennt sie voneinander?In unserer Reihe der israelischen Filme zeigen wir alljährlich einen Blick auf das Land Israel, der weit über die gängigen Medienklischees hinausgeht und Israel in seiner Vielfalt differenziert darstellt.

Antragsteller/in Welser 25 e.V. Freundeskreis des jüdischen und israelischen Films

Veranstaltungstermin 10. bis 20. Mai 2015

Veranstaltungsort Berlin - Kino Babylon, Filmkunst 66, FSK Kino, Neues Off, Jüdisches Museum, IL Kino, City Kino Wedding

Förderbetrag 100.000 €

Kooperationen KigA e.V. (Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus), Polnisches Institut Berlin, Embassy of the United States of Amerika, Botschaft des Staates Israel, Amcha,

Internetseiten www.jffb.de

Pressestimmen

AUFBRUCH DER AUTORINNEN. Die Regisseurinnen der 60er Jahre und die Heldinnen ihrer Filme

Im Osten wie im Westen steht das Kino der 1960er Jahre für die Konflikte und die gesellschaftliche Emanzipation dieser Dekade. AUFBRUCH DER AUTORINNEN widmet sich als Festival, kommentierte Filmreihe und Tagung der weitgehend unbekannten Tatsache, dass in diesem Kino nicht nur die Rebellion der Söhne gegen die Väter zum Ausdruck kommt, sondern dass es zugleich einer ersten Generation von jungen Frauen gelang, als Autorinnen abendfüllende Spielfilme zu drehen.

Das Festival präsentiert die Geschichten und Ästhetiken der Regisseurinnen der European Sixties in über 30 Veranstaltungen mit 21, teilweise unbekannten, teils neu restaurierten und untertitelten Spielfilmen mit weiblichen Heldinnen. Das vielgestaltige Panorama weiblicher Lebensentwürfe macht auf überraschende Weise deutlich, dass es bereits in den 1960er Jahren eine die politischen Blöcke überspannende, internationale Kinemathographie des weiblichen Blicks gibt.

Im Programm sind Filme von Mai Zetterling, Nelly Kaplan, Věra Chytilová, Márta Mészáros, Paula Delsol, Judit Elek, Livia Gyarmaty, Ula Stöckl, Lina Wertmüller, Liliana Cavani, Kira Muratova, Marguerite Duras, Anna Gobbi, Agnès Varda, Larisa Shepitko, Muriel Box, Helma Sanders-Brahms und Nadine Trintignant vertreten.

Die Vorführung der Filme wird von Einführungen, Filmgesprächen und einer Podiumsdiskussion begleitet. Ula Stöckl und Nelly Kaplan werden ihre Filme persönlich vorstellen. Als Filmpatinnen schlagen Vertreterinnen der Berliner Frauenfilmgeschichte ganz persönlich die Brücke zum Filmschaffen von Frauen und zur Filmrezeption der Gegenwart.

Antragsteller/in Dr. Sabine Schöbel

Veranstaltungstermin Filmfestival/Filmreihe 15. Oktober 2015 bis 15. November 2015

Veranstaltungsort Zeughauskino im Deutschen Historischen Museum

Förderbetrag 65.000 €

Kooperationen Zeughauskino im Deutschen Historischen Museum, Kinothek Asta Nielsen e.V., Internationales Frauenfilmfestival Dortmund | Köln, Zeitschrift "Frauen und Film"

Internetseiten https://www.dhm.de...orinnen.htmlwww.aufbruch-der-a...torinnen.eu/

Pressestimmen

Nelly Kaplan: La fiancée du pirate / Die Piratenbraut, F 1969 (© Chytère Films)

Ula Stöckl: Neun Leben hat die Katze, BRD 1968 (© Deutsche Kinemathek)

Lívia Gyarmathy: Ismeri a szandi mandit?/ Kennen Sie Sunday Monday?, HUN 1969 (© National Széchényi Library)

Glut der Erinnerung. Retrospektive deutsch-palästinensischer Koproduktionen

Die Retrospektive Glut der Erinnerung gibt einen Einblick in die filmische Zusammenarbeit der 1964 gegründeten palästinensischen Befreiungsorganisation PLO mit beiden deutschen Staaten. In ihrer Hochzeit, den 1970er und 1980er Jahren, war die nationale Befreiungsorganisation eine internationalistische Bewegung war. Zahlreiche Ausländerinnen und Ausländer haben sich in ihr engagiert, viele mit ihr kooperiert. Für die Informationspolitik der PLO, die Schaffung einer Gegenöffentlichkeit im Zeitalter der Etablierung des Fernsehens als Massenmedium, spielten dokumentarische Filme eine bedeutende Rolle. Mit ihnen sollte die Weltöffentlichkeit von der Lebensrealität der palästinensischen Flüchtlinge erfahren und die PLO (Bild-)Hoheit über das Narrativ palästinensischer Politik und Geschichte erlangen.

Glut der Erinnerung bietet die seltene Gelegenheit einen repräsentativen Teil dieses Filmerbes gemeinsam mit den Regisseurinnen und Regisseuren zu sehen und zu kontextualisieren.

 

Antragsteller/in Irit Neidhardt

Veranstaltungstermin 28. Mai bis 3. Juni 2015

Veranstaltungsort Zeughauskino im Deutschen Historischen Museum

Förderbetrag 28.000 €

Kooperationen unterstützt von DEFA Stiftung, Goethe-Institut, ALFILM Festival und DOK Leipzig

Internetseiten https://www.dhm.de...nnerung.htmlwww.mecfilm.de/de/...mheft_lo.pdfwww.mecfilm.de/de/...ut_Flyer.pdf

Intifada - Auf dem Weg nach Palästina, Regie Robert Krieg

Der Traum, Regie Mohamad Malas

Aida, Regie Marwan Salamah, HFF

Schwarze Wellen, rote Horizonte - Der Neue Jugoslawische Film

Der Neue Jugoslawische Film, von Kulturfunktionären in den 1960er Jahren abwertend Schwarze Welle genannt, hinterfrage alte Mythen, forderte die herrschende Politikk heraus und rief lautstark nach einem besseren Sozialismus. Regisseure wie Dušan Makavejev, Želimir Žilnik, Karpo Godina und Živojin Pavlović sprengten Genre- und Sujetgrenzen, suchten nach neuen, individuelen Ausdrucksformen und bewegten sich frei zwischen Spiel-, Dokumentar- und Experimentalfilm.

Gezeigt werden 13 lange und 16 kurze Filme. Mit Želimir Žilnik und Karpo Godina sind zwei wichtige Regisseure im Arsenal zu Gast, Einführungen und Vorträge über das Verhältnis von Liebe, Sex und Politik, über Arbeiterorganisation und die Repräsentation von Frauen im Sozialismus kontextualisieren die Filme.

 

Antragsteller/in Arsenal - Institut für Film und Videokunst e.V.

Veranstaltungstermin September 2015

Veranstaltungsort Kino Arsenal

Förderbetrag 30.000 €

Internetseiten www.arsenal-berlin...ptember.html

W.R. - Misterije Organizma, Dušan Makavejev

Sehnsucht nach dem Regen. Neues chinesisches Kino 2009-2015

Nirgendwo wird derzeit die Rede vom Bedeutungsverlust des Kinos so eindrücklich widerlegt wie in China: Woche für Woche werden an die 100 neue Säle eingeweiht. Glaubt man den Prognosen, könnte der Umsatz des chinesischen Marktes schon 2018 den des bislang größten, des US-amerikanischen, übertreffen. Die von The Canine Condition kuratierte Filmreihe Sehnsucht nach dem Regen geht von der Ahnung aus, dass der aktuelle chinesische Kinoboom kein rein kommerzielles Phänomen ist, sondern dass das Kino das zentrale Medium der Modernisierung der vielleicht bald größten Volkswirtschaft der Welt geworden ist – weil es wie keine andere Kunstform geeignet ist, Bilder bereitzustellen, die diese Modernisierung gesellschaftlich vermitteln, ihr eine Bedeutung geben, die individuelles Schicksal und kollektive Erfahrung verbindet. Sehnsucht nach dem Regen stellt eine ausdifferenzierte Produktionslandschaft vor: Genre- oder Autorenfilme; mit winzigen oder riesigen Produktionsetats; dem Zensor gehorchend oder zuwiderhandelnd; für heimische oder internationale Abnehmer; aus Hongkong oder Beijing – oder aus den immer selbstbewusster auftretenden Peripherien des riesigen Landes. Das neue chinesische Kino fügt sich zu keiner kohärenten Nationalkinematografie. Auch deshalb erreicht es Deutschland, auf spezialisierten Festivals und vereinzelt im Programmkinobetrieb, zumeist als beziehungslose Ansammlung von Nischenprodukten.

 

Die Reihe Sehnsucht nach dem Regen will nicht ganz machen, was in Wirklichkeit vielgestaltig und in sich gebrochen ist. Die 25 ausgewählten Filme haben auf den ersten Blick oft nicht mehr gemein, als dass sie alle in den letzten sechs Jahren in China entstanden sind. Zusammen, als Passage durch das chinesische Filmschaffen der Gegenwart, stellen sie den Versuch dar, Ungleichartiges in Beziehung zu setzen. Kein Ganzes soll dabei greifbar werden, sondern verborgene Wechselseitigkeiten und Korrespondenzen, auch und gerade zwischen solchen filmischen Produktionsformen und Sprechweisen, die dem Anschein nach wenig miteinander zu tun haben. Die Verlockung ist groß, sich von Filmen Auskunft über ihre Herkunftsländer zu versprechen. Wenn das neue chinesische Kino überhaupt einen Wesenszug des neuen China anschaulich machen kann, dann ist das dessen zunehmende Pluralisierung.

Antragsteller/in Fabian Tietke

Veranstaltungstermin 30. Oktober bis 29. November 2015

Veranstaltungsort Zeughauskino Berlin

Förderbetrag 59.950 €

Kooperationen CARGO Film/Kultur/Medien (Medienpartner) Zeughauskino Berlin

Internetseiten sehnsucht-nach-dem-regen.de/www.dhm.de/zeughau...m-regen.html

Gestaltung: Erik Stein c--y.net/grafik

Susan Sontag Revistited

Wer war Susan Sontag?

 

Essayistin und Schriftstellerin, Theater- und Filmregisseurin sowie Celebrity der Pop-Kultur.

Susan Sontag verband leichthändig Geist, Glamour und Dissidenz.

 

Ihre Essays zu Fotografie und Kriegsberichterstattung, Krebs und AIDS sind legendär. Der Platz vor dem Staatstheater in Sarajevo ist nach ihr benannt, und sie galt als Amerikas öffentliches Gewissen. Dass sie nicht nur in Filmen von Woody Allen und Andy Warhol auftrat, sondern auch selbst ein halbes Dutzend Filme drehte ist weithin unbekannt.

 

Das Kino Arsenal, von dem Sontag einmal sagte, dass es ihr „auf dem ganzen Planeten das liebste“ sei, führt ab 20.01.2015 alle Filme Susan Sontags vor, die in ihrer Gesamtheit noch nie in Berlin zu sehen waren. Neben ihren eigenen Arbeiten werden weitere Werke gezeigt, die in engem Bezug zu ihrem Universum stehen.

 

Anlässlich dieser Filmreihe erscheint eine Publikation über Susan Sontags lebenslange theoretische und praktische Verwicklung mit Film und Kino im Verlag Synema (Wien), herausgegeben von Ralph Eue mit Beiträgen von (u.a.) Susan Sontag, E. Ann Kaplan, Jonathan Rosenbaum, Dudley Andrew und Colin Burnett.

 

Susan Sontag stand für umfassende Interdisziplinarität. Dieses Denken zwischen den Stühlen und über den Tellerrand hinaus ist Thema des Symposiums am 29. und 30.01.2015 im ICI Kulturlabor Berlin. Die Referenten der Tagung sind (u.a.) Hanna Schygulla, Anne Ratte-Polle, Nihad Kresevljakovic, Carolin Emcke, Steve Wassermen, Juliane Lorenz, Ulrich und Gregor und Laurence Rickels.

 

Wer war Susan Sontag? Die Veranstaltungsreihe SUSAN SONTAG REVISITED sucht in Lesungen, Performances, Vorträgen und eigens für die Tagung erstellten Film-Essays nach Antworten auf diese Frage.

 

Rund zehn Jahre nach Susan Sontags Tod soll der großen Universal-Intellektuellen einerseits gedacht und andererseits die Aktualität und Relevanz ihrer Reflexionen für die Gegenwart aufgezeigt werden.

 

Antragsteller/in Ralph Eue

Veranstaltungstermin 20. Januar bis 5. Februar 2015, Filmreihe 29. und 30. Januar 2015, Symposium

Veranstaltungsort Arsenal + ICI - Kulturlabor Berlin

Förderbetrag 59.000 €

Kooperationen Arsenal ICI Berlin Kulturlabor Heinrich Böll Stiftung DEFA Stiftung Regierenden Bürgermeisters von Berlin / Referat fur Auslandsangelegenheiten UdK Berlin

Internetseiten www.facebook.com/s...tagrevisited

Hans Poelkow

Renate von Mangoldt

Renate von Mangoldt

Verleihung des 28. Europäischen Filmpreises

Zum 28. Mal werden am 12. Dezember 2015 die herausragenden Leistungen des vergangenen europäischen Kinojahres mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet. Bereits zum 16. Mal wird die Verleihung in Berlin stattfinden.

 

Neben den Ehrenpreisträgern Charlotte Rampling und Christoph Waltz werden sich auch dieses Jahr wieder viele Protagonisten der Europäischen Filmbrache in Berlin versammeln um in der Preisverleihung in 20 Kategorien die Vielfalt der europäischen Filmkultur in den Mittelpunkt zu stellen und den künstlerischen Reichtum des Europäischen Films zu würdigen. Die Moderation der Zeremonie übernimmt zum zweiten Mal der Berliner Comedian Thomas Hermanns.

 

Antragsteller/in EFA Productions gGmbH

Veranstaltungstermin 12. Dezember 2015

Veranstaltungsort Haus der Berliner Festspiele

Förderbetrag 200.000 €

Internetseiten www.europeanfilmawards.eu

CHARLOTTE RAMPLING Picture: Siebbi

Christoph Waltz photo: Zadi Diaz

Thomas Hermanns picture: EFA/Riga2014/Mārtiņš Otto

Was Volk und Führer liebten... Hollywood im Dritten Reich

Die verbreitete Annahme, das US-amerikanische Kino sei schon kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zugunsten von einheimischen Produktionen aus den deutschen Kinos gedrängt worden, ist falsch. Etwa 250 amerikanische Spielfilme liefen zwischen 1933 und 1940 in den deutschen Kinos. Vor allem einige Produktionen der US-Studios MGM, Paramount und 20th-Century-Fox, die bis Sommer 1940 Verleih-Niederlassungen in Berlin besaßen, zählten zu den größten Publikumserfolgen dieser Jahre.

 

Einige der größten Kinoerfolge dieser Zeit stammten aus Hollywood, darunter die Filme „It Happened One Night“, „San Francisco“ oder „Broadway Meldody of 1938“, die in der Retrospektive zu sehen sein werden. Umfragen von Filmzeitungen vermitteln den Eindruck, dass Hollywood-Stars wie Clark Gable („Mutiny on the Bounty“), Eleanor Powell („Honolulu“), Gary Cooper („The Lives of a Bengal Lancer“), Marlene Dietrich („Desire“), Jean Harlow („Libeled Lady“), Greta Garbo („Grand Hotel“), Stan Laurel & Oliver Hardy („Way Out West“) oder Shirley Temple („Heidi“) den deutschen den Rang abliefen. In zeitgenössischen Berichten findet man Schilderungen von langen Schlangen vor den auf Hollywood-Filme spezialisierten Kinos Capitol oder Marmorhaus, und von schon mittags ausverkauften Abendvorstellungen von Filmen wie „It Happened One Night“, dem Eröffnungsfilm der Retrospektive, und erfolgreichsten Film des Jahres 1935.

 

Doch die beiden größten Fans des Hollywood-Kinos saßen in der Reichskanzlei und im Propagandaministerium. Während Adolf Hitler Hollywood-Filme in erster Linie zum eigenen Vergnügen konsumierte und sich beinahe jeden Abend einen Spielfilm vorführen ließ, waren US-Filme für Joseph Goebbels in vielerlei Hinsicht der Maßstab, nach dem sich die deutsche Filmproduktion ausrichten sollte. In der Retrospektive gezeigt werden auch Filme, die aus unterschiedlichen Gründen für die Deutsche Öffentlichkeit nicht freigegeben wurden, die aber im Reichsfilmarchiv einem ausgewählten Personenkreis zur Verfügung standen, darunter „Tarzan the Ape Man“, „Ninotchka“, „Mr. Smith Goes to Washington“, „Captain Blood“ oder „The Great Dictator“.

 

Die von Frederik Lang kuratierte Retrospektive "Was Volk und Führer liebten..." widmet sich dem US-amerikanischen Programmangebot der deutschen Kinos während des Dritten Reichs. Es rekonstruiert ausgewählte historische Kinoprogramme und präsentiert neben dem US-amerikanischen Spielfilm auch das begleitende Beiprogramm, bestehend aus Wochenschau, Kulturfilm und Werbung. Einführungen von Referenten, darunter der australische Filmhistoriker und Autor des Buches "The Collaboration. Hollywood's Pact with Hitler" Ben Urwand werden die Filmprogramme begleiten.

Antragsteller/in Frederik Lang

Veranstaltungstermin 1. Juli bis 11. August 2015

Veranstaltungsort Zeughauskino im Deutschen Historischen Museum

Förderbetrag 30.000 €

Internetseiten https://www.dhm.de...liebten.html

Broadway Melody of 1938 (Deutsche Kinemathek)

Desire (Deutsche Kinemathek)

It Happened One Night