24h DURCHEINANDER

„Kann Theater ein Ort sein, von dem aus Bürger politische, ästhetische und soziale Ideen in ihre Stadt einspeisen? Kann Theater Lebensraum, Parlament und Akademie sein?“ Das fragen deufert&plischke im Anschluss an Brecht in ihrem Projekt "24h DURCHEINANDER". Einen ganzen Tag lang, volle 24 Stunden, verwandeln deufert&plischke das HAU1 in ein „Neues Episches Theater“. Brechts Episches Theater verschmelzen sie seit 2001 mit der kritischen Selbstreflexivität des postdramatischen Theaters à Hans-Thies Lehmann und den sinnlichen Erfahrungen von zeitgenössischem Tanz und partizipativen Praktiken. Was erwarten die Besucher? Nach einer Begrüßungs-Tour und einem gemeinsamen Choreographischen Raum, folgen Workshops, nächtliche Parlamentssitzungen und Tableaux vivants, Sleep-in, Gespräche und performative Ortserkundungen. Eingeladen zum Mitgestalten haben Kattrin Deufert und Thomas Plischke, die als "Künstlerzwilling" privat und beruflich ein Paar sind, Künstler und Theoretiker wie Thorsten Eibeler, Alain Franco, Roni Katz, Sandra Noeth, Kareth Schaffer, Cecilie Ullerup Schmidt, Yair Vardi, Stefanie Wenner und Arkadi Zaides. Die Theaterwissenschaftler Hans-Thies Lehmann und Helene Varopoulos verlesen zum Ende des Events ihren eigens erstellten "Brechtbrief" zum „Neuen Epischen Theater“. Und auch das Publikum darf, so gewünscht, eine aktive Rolle spielen in der Gestaltung des gemeinsamen Raums, der gemeinsamen Zeit. Auf epische Erfahrungen, Engagement und Experimente!

 

Konzept deufert&plischke

von und mit Kattrin Deufert, Thorsten Eibeler, Alain Franco, Roni Katz, Hans-Thies Lehmann, Sandra Noeth, Thomas Plischke, Kareth Schaffer, Cecilie Ullerup Schmidt, Helene Varopoulou, Yair Vardi, Arkadi Zaides, Stefanie Wenner

Technische Leitung Andreas Harder

Produktionsleitung Barbara Greiner

Produktionsassistenz: Lisa Blöchle

Dauer: 24 Stunden

 

Eine Produktion von deufert&plischke und Tanzfabrik Berlin

Koproduktion: Tanz im August/ Hebbel am Ufer (HAU), BIT Teatergarasjen Bergen, Art Stations Foundation Poznan

Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin

Im Rahmen von APAP - Advancing Performing Arts Project - Performing Europe 2011-2016, unterstützt durch EU Kultur.

Antragsteller/in deufert&plischke

Veranstaltungstermin 15. August 2015, 19.00 Uhr bis 16. August 2015, 19.00 Uhr

Veranstaltungsort HAU 1

Förderbetrag 60.000 €

Kooperationen Eine Produktion von deufert&plischke und Tanzfabrik Berlin Koproduktion: Tanz im August/ Hebbel am Ufer (HAU), BIT Teatergarasjen Bergen, Art Stations Foundation Poznan Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds Berlin Im Rahmen von APAP - Advancing Performing Arts Project - Performing Europe 2011-2016, unterstützt durch EU Kultur.

Internetseiten www.deufertandplischke.netwww.tanzimaugust.de

deufert&plischke

7 Pleasures

7 Pleasures, von Mette Ingvartsen

 

Die Auseinandersetzung mit dem Körper – dem eigenen, aber auch dem fremden – zieht sich wie ein roter Faden durch die international beachteten Arbeiten von Mette Ingvartsen. Dabei steht immer auch der politische Aspekt des Körpers im Fokus, seine Wahrnehmung und seine Funktion als Statement an sich. Im Zentrum ihres neuen Werks “7 Pleasures“ stehen verschiedene Facetten des Vergnügens, des Hedonismus und der Sinnlichkeit. Zwölf Performerinnen und Performer vollziehen als Bühnenkollektiv eine große, kontinuierliche Bewegung in sieben Etappen. Sie tasten sich an die anderen Körper heran, an deren Haut, testen ihre Grenzen aus, nehmen unvermutete Konstellationen ein und gehen nicht zuletzt der Frage nach: Wie kann die lustvolle Kraft des Vergnügens genutzt werden, um Klischeebilder rund um Nacktheit und Sexualität aufzubrechen?

Antragsteller/in Great Investment / Mette Ingvartsen

Veranstaltungstermin 9., 10. und 11. Dezember 2015 HAU2 / Hebbel am Ufer, Berlin *September 26 & 27 Premiere steirischer herbst Festival, Graz *October 2 & 3 Kaaitheater, Brussels *October 30 & 31 Tanzquartier, Vienna *November 12, 13 & 14 Festival Mettre en scene, TNB, Rennes *November 18, 19, 20 & 21 Centre Pompidou, Festival d‘Automne, Paris *November 27 & 28 NEXT Festival, Kortrijk

Veranstaltungsort Hebbel am Ufer 2, Berlin

Förderbetrag 95.000 €

Kooperationen Choreographie: Mette Ingvartsen // Tänzer: Sirah Foighel Brutmann, Johanna Chemnitz, Katja Dreyer, Elias Girod, Bruno Freire, Dolores Hulan, Ligia Lewis, Danny Neyman, Norbert Pape, Pontus Pettersson, Hagar Tenenbaum, Marie Ursin // Ersatz: Ghyslaine Gau// Licht: Minna Tiikkainen // Musik & Soundtrack: Peter Lenaerts, mit Musik von Will Guthrie (Breaking Bones & Snake Eyes) // Bühnenbild: Mette Ingvartsen & Minna Tikkainen // Dramaturgie: Bojana Cvejic // Assistenz Choreographie: Manon Santkin // Assistenz Licht: Nadja Räikkä // Technische Leiter: Joachim Hupfer & Nadja Räikkä // Soundtechniker: Adrien Gentizon // Management: Kerstin Schroth // Assistenz Produktion: Manon Haase Eine Produktion von Mette Ingvartsen / Great Investment // Koproduzenten: steirischer herbst festival (Graz), Kaaitheater (Brüssel), HAU Hebbel am Ufer (Berlin), Théatre National de Bretagne (Rennes), Festival d’Automne (Paris), Les Spectacles vivants – Centre Pompidou (Paris), PACT Zollverein (Essen), Dansens Hus (Oslo), Tanzquartier Wien (Wien), Kunstencentrum BUDA (Kortrijk), BIT Teatergarasjen (Bergen), Dansehallerne (Kopenhagen). Gefördert durch Mittel des Hauptstadtkulturfonds (Berlin), The Flemish Authorities, & The Danish Arts Council. Dank an: Musée de la Danse/Centre Chorégraphique National de Rennes et de Bretagne. // Eine House on Fire Koproduktion: mit Unterstützung des Europäischen Kulturprogramms der Europäischen Union. // Die Recherche wurde unterstützt von: APAP, mit Unterstützung des Europäischen Kulturprogramms der Europäischen

Internetseiten www.metteingvartsen.net

Pressestimmen

(c) Marc Condrais

Kaaitheater_Mette|A|é|-(c) DannyWillems

Aerobics! - Ein Ballett in 3 Akten

Sieben Tänzerinnen und Tänzer untersuchen unter choreografischen Fragestellungen neue Perspektiven auf die Fitnesspraktik Aerobic, die in den 1980er Jahren die Welt eroberte. Das Aerobic-Bewegungsvokabular wird in eine ungewohnte strukturelle und räumliche Beziehung gebracht, „zerlegt“ und wieder zusammengesetzt. Durch das Überlagern von unterschiedlichen Bewegungsprinzipien und Wahrnehmungsgewohnheiten entsteht ein neuer Blick auf Aerobic und seine zugrundeliegenden Ideologien.

 

Antragsteller/in Paula Rosolen

Veranstaltungstermin 1. bis 4. Oktober um 19.30 Uhr im Rahmen des Festivals „Every Step You Take– ein überoptimiertes Tanzfestival“ im Festsaal der Sophiensaele, Berlin 22. bis 24. Oktober im Mousonturm, Frankfurt 25. bis 27. Oktober im Cultural Center Magacin, Belgrad 2. bis 5. September im Théâtre des Abbesses, Paris

Veranstaltungsort Sophiensaele, Berlin

Förderbetrag 60.000 €

Kooperationen Eine Produktion von Paula Rosolen / Haptic Hide und M.i.C.A in Koproduktion mit dem Théâtre de la Ville Paris, dem Musée de la Danse/Centre chorégraphique national von Rennes und der Bretagne sowie dem Künstlerhaus Mousonturm. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, den FondsTransfabrik – Deutsch-französischer Fonds für darstellende Künste, das Kulturamt Frankfurt am Main und das Hessische Ministerium für Kunst und Medien. Mit freundlicher Unterstützung der Sophiensaele.

Internetseiten www.sophiensaele.c...Dstueck=1369www.paularosolen.com/www.kathrin-schaef...te/aerobics/

AUTO FICTO REFLEXO

Sprachliche Konventionen mit dem Körper neu zu denken – dieser Aufgabe stellt sich Adam Linder mit „Auto Ficto Reflexo". Spielerisch und subversiv eignet er sich die kodifizierte Sprache der Kulturproduktion und -vermittlung an: Künstlerinterviews, kulturpolitische Kommentare und Kritiken werden als linguistisch-musikalisches Material zu rhythmisch-konzeptuellen Generatoren von Bewegung. Gemeinsam mit seinem Co-Choreografen und -Performer Justin F. Kennedy sowie dem Musiker Adam Gunther schafft Linder eine Hybridform zwischen Bewegung, Sprache und Soundeffekten, die geprägt ist von sozialen,'volkstümlichen' Tanzstilen wie Gliding, Waving oder dem Paddy Cake.

Antragsteller/in Adam Linder

Veranstaltungstermin 26. bis 29. August 2015, 21 Uhr

Veranstaltungsort HAU1 Hebbel am Ufer

Förderbetrag 30.000 €

Kooperationen Eine Koproduktion von Tanz im August und Rencontres chorégraphiques internationales de Seine-Saint-Denis. Mit freundlicher Unterstützung von Brian Getnick and PAMresidencies, Los Angeles. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Internetseiten www.tanzimaugust.d...eflexo/2008/

DIALOGIC MEVEMENT

Anschaulich, informativ und vor allem unterhaltsam: Mit der Reihe "Dialogic Movement" laden Louise Wagner und Raphael Hillebrand in Zusammenarbeit mit Niels „ Storm“ Robitzky dazu ein, junge und international renommierte Tänzer und Choreographen aus dem zeitgenössischen und urbanen Tanz in Performances und Gesprächen kennenzulernen.

Wir wollen Tänzer und Choreographen dafür begeistern, sich sowohl durch die kulturellen Einflüsse des urbanen sowie des zeitgenössischen Tanzes bereichern zu lassen. Wir glauben durch die bewusste Verschmelzung dieser beiden Tanzkulturen entstehen neue, interessante Bewegungen und Konzepte, die das choreographische Denken weiterentwickeln. Wir wollen diesen Dialog mit unserem Publikum teilen, um zu vermitteln, wie vielschichtig Tanz ist. Wir möchten dazu einladen noch viel mehr Faszination für Tanzperformances zu entwickeln, wenn man einen differenzierten Einblick in deren Kulturen gewinnt.

 

Es werden international gefeierte Choreographen und Tänzer eingeladen, einen Diskurs aufzunehmen, der die Tanzszene weltweit betrifft und der noch nie in dieser Form der Verbindung zwischen Praxis und Theorie ausgetragen wurde. Das Projekt geht aber auch über Tanz hinaus, indem es viele gesellschaftliche Schichten miteinander verbindet und politische, geographische und geschlechtliche Hierarchien aufzuheben versucht. Tanz ist ein gesellschaftlicher Integrationsmotor, aber wir bestehen auf seiner künstlerischen Ausrichtung.

Wir verteidigen und vermitteln ein künstlerisches Erbe, das weltweit zwar ausgelebt und weiterentwickelt wird, durch Unwissenheit aber stets bedroht ist, einer kommerziellen Verflachung und Ausbeutung zum Opfer zu fallen. Unser Forum ist auch deswegen innovativ, weil es sich keinem theoretischen Überbau und keiner ideologischen Ausrichtung verschrieben hat, sondern allein auf dem dialogischen Prinzip des Erfahrungs- und Wissensaustauschs beruht. Wir halten unsere Zeit darin

für glücklich, dass sich alle Tanzformen weltweit etabliert haben und keine sich mehr

gegen eine andere behaupten muss.

 

Antragsteller/in Wagner / Hillebrandt

Veranstaltungstermin 24. April, 12. Juni, 14. August, 3. Oktober und 5. Dezember 2015

Veranstaltungsort Radialsystem

Förderbetrag 50.000 €

Kooperationen Das RADIALSYSTEM V - unsere Wirkungsstätte: ein Ort an dem das dialogische Prinzip im Vordergrund steht. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds Medienpartner ist die Zeitschrift tanz.

Pressestimmen

dialogic movement

dialogic movement

Hong Thai Photography

Differenz und Wiederholung (AT)

Differenz und Wiederholung (AT)

Das Jahr 2015 markiert für uns, Jutta Hell und Dieter Baumann, eine 30ig. jährige gemeinsame kreative Schaffenszeit unter dem Label Tanzcompagnie Rubato. Viele unserer bislang 53 abendfüllenden Choreografien sind in Berlin entstanden und zum Teil weltweit getourt. 2015 bedeutet für uns auch, zwanzig Jahre kontinuierliche künstlerische Arbeit in China. Diese „Markierungen“ sind die Motivation für uns, ein neues Duett zu entwickeln. Die Begriffe Differenz und Wiederholung spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie bilden die Klammer für unterschiedliche Reflexionen über Herangehensweisen und Konsequenzen unserer 30ig jährigen künstlerischen Arbeit als Choreografen/Tänzer. Wir befragen das Gedächtnis unserer Körper und unser kulturelles Gedächtnis anhand dieser Begriffe.

Differenz und Wiederholung steht auch für etwas ganz grundsätzliches das jeden „Körper“ betrifft. Denn unser Leben ist so beschaffen, dass wir ihm angesichts von biologischen, sozialen, mechanischen, und stereotypen Wiederholungen in uns und außerhalb, unaufhörlich kleine Differenzen, Varianten und Modifikationen abringen um nicht in der Endlosschleife einer „ewigen Wiederkehr“ zu versinken. Beide Begriffe sind eng miteinander verschränkt.

Wir suchen auf drei Ebenen Zugang zu Differenz und Wiederholung:

1. durch eine vergleichende Untersuchung drei unserer Duette aus verschiedenen

Jahrzehnten (subjektiv künstlerischer Zugang)

2. durch die Betrachtung einer Bewegungsstudie die wir 2013 in China entwickelt haben (interkultureller Zugang)

3. durch die Analyse grundlegender Wiederholungs- und Differenzmuster in unserem Körper, wie z.B. die Atmung oder das Gehen (systematischer Zugang)

Aus den Erfahrungen, Bedeutungen und Konsequenzen die wir durch diese drei verschiedenen Zugänge gewinnen, soll ein choreografisches Triptychon entstehen.

 

 

Antragsteller/in Tanzcompagnie Rubato_Dieter Baumann

Veranstaltungstermin 24., 25., 26. und 27. September 2015 Gastspiele: Shanghai Dramatic Arts Centre 3. - 6. Dezember 2015; Taliesin Arts Centre,UK Februar 2016

Veranstaltungsort Uferstudios Berlin, Studio 14, Shanghai Dramatic Arts Centre, Taliesin Arts Centre, UK

Förderbetrag 55.000 €

Kooperationen Uferstudios Berlin, UCSB, Hurwith Foundation_Ritual&Research_USA Massachusetts, Shanghai Dramatic Arts Centre, Taliesin Arts Centre,UK

Internetseiten www.tanzcompagnie-rubato.de

DrawnOnward

Irgendwo in der sogenannten entwickelten Welt, in einer nicht allzu fernen Zukunft: Die globalen Probleme, die die Menschheit über Jahrhunderte in Atem gehalten haben, sind weder gelöst noch vollends eskaliert. Eigentlich ist alles ganz so wie zu Beginn des 21. Jahrhunderts, nur sehr viel schneller, intensiver, sehr viel MEHR. Der Mensch ist nicht mehr Herr im eigenen Haus, sondern ein Knoten im Netzwerk der Ströme: Datenströme, Warenströme, Bewusstseinsströme, Virus, Krise, Euphorie. Alles ist in allem und alles gleich nah dran. Die Ströme durchziehen den Menschen auf allen Ebenen: den Körper, die Gefühle, die Gedanken, den Willen. Er ist zugleich Ding, Tier, Kind, Maschine und Maschinist, nur irgendwie eines nicht so richtig: ein Mensch.

 

DrawnOnward ist das ultimative generische Unternehmen, eine allumfassende Möglichkeitsmaschine. DrawnOnward ist JETZT auf Crack, eine stroboskopische Disco im Exzess der Codes. DrawnOnward ist ein korporativer körperlicher Bewältigungsmechanismus. Und sexuell explizit. DrawnOnward ist Innovation, Design und Optimierung in einem kreativen Umfeld. Ein grenzenloses glückliches Zusammentreffen von Ideen. DrawnOnward ist, was es tut. Es frisst Gegenwart und scheidet Zukunft aus. DrawnOnward ist ein Palindrom, wie man’s auch angeht, es funktioniert.

 

Mit DrawnOnward befragt der Tänzer und Choreograf Jeremy Wade die Rolle des Menschen in einer mehr-als-menschlichen Welt – einer Welt, die in Begriffen des modernen Humanismus nicht mehr zu beschreiben ist. Mit den Methoden der queeren Science-Fiction und einem Team, bestehend aus Choreografin Juli Reinartz, Musiker Marc Lohr, Autor John-Erik Jordan, Kostümbildner Grzegorz Matlag und Dramaturg Maximilian Haas, generiert er neue Welten mit keinem geringeren Ziel, als die Gegenwart umzuprogrammieren.

 

 

Regie: Jeremy Wade

Performance: Jeremy Wade und Marc Lohr

Künstlerische Mitarbeit: Juli Reinartz

Text: Maximilian Haas, John-Erik Jordan, Juli Reinartz, Jeremy Wade

Musik: Marc Lohr

Kostüm und Requisite: Grzegorz Matlag

Grafik und Requisite: Stefan Fähler

Licht: Andreas Harder

Dramaturgie: Maximilian Haas, John-Erik Jordan

Assistenz: Tiana Hemlock

Presse & Produktion: björn & björn

 

 

Antragsteller/in Jeremy Wade

Veranstaltungstermin 21., 22., 23. und 24. Oktober 2015, 20:00 Uhr

Veranstaltungsort HAU3 Hebbel am Ufer

Förderbetrag 65.000 €

Kooperationen Produktion: Jeremy Wade. Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Internetseiten www.hebbel-am-ufer.dewww.jeremywade.de

every step you take

Höher, schneller, weiter: zur Spielzeiteröffnung widmen die Sophiensæle den aktuellen Fitness-, Wellness- und Gesundheitstrends ein ganzes Tanzfestival. In sieben Performances, davon 3 internationale Gastspiele und 4 Premieren, werden unterschiedliche Facetten zwischen Körperwahn, Lifestyle-Industrie und der sogenannten Quantified Self-Bewegung beleuchtet. Zusätzlich zu den Performances wird im „Zirkeltraining“, einem Parcours zwischen Performance, Wissenschaft und der Begegnung mit Expert_innen, die Körperoptimierung diskursiv-praktisch unter die Lupe genommen.

 

Mit Arbeiten von: Rose Beermann, Deter / Müller / Martini + Freunde, Florentine Holzinger + Vincent Riebeek / Campo, Calvin Klein, The Loose Collective, Jillian Peña, Paula Rosolen und anderen.

Antragsteller/in Sophiensæle GmbH

Veranstaltungstermin 22. September bis 4.Oktober 2015

Veranstaltungsort Sophiensæle Berlin

Förderbetrag 130.000 €

Internetseiten sophiensaele.com/f...88&hl=de

Pressestimmen

Jan Grygoriew, jangry.com

Foto: Wellness © Phile Deprez

Foto: Wellness © Phile Deprez

Foto: Wellness © Phile Deprez

Foto: Wellness © Phile Deprez

KORINNA UND JÖRG

“Tanz zu schauen ist unsere Berufung” sagen Korinna und Jörg. Seit dem Fall der Mauer haben Korinna und Jörg über 4000 Tanzperformances in Berlin gesehen. Alleine 54 Tanzstücke haben sie im vergangenen Jahr in den Sophiensaelen besucht. Die dokumentarische Performance "Korinna und Jörg" betrachtet die letzten 25 Jahre der Berliner Tanzszene durch ihre Augen. Wir erhalten das intime Privileg in ihre täglichen Eintragungen, Interviews, persönlichen Archive und Erinnerungen, welches sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten angehäuft haben, zu blicken. Diverse Tänze werden durch ein re-enactment der Erinnerungen von Korinna und Jörg entsprechend wieder zu neuem Leben erweckt.

An dieser 'Wiederherstellung' und Verkörperung der Erinnerungen wird nicht homogene Gruppe von 5 Tänzern der Berliner Tanzszene arbeiten, welche einen Querschnitt durch Generationen und Tanzgemeinden repräsentieren. Auch sie sind Tänzer und Choreographen, denen Korinna und Jörg im Laufe ihrer Jahre als Tanzpublikum gefolgt sind.

"Korinna und Jörg" ist ein Akt des Teilens - ihrer Liebe zu und ihrem Wissen über Tanz und wie Tanz durch ihre Erinnerung lebendig ist und werden kann. Auf welche anderen Wege - neben den Videoaufnahmen - können wir diese ephemere Kunstform dokumentieren? Wie kann Tanz durch persönliche Erinnerungen vergangener Tanzereignisse archiviert werden? Korinna and Jörg sind ein einzigartiges lebendes Archiv der Berliner Tanzgeschichte.

Getroffen habe ich habe Korinna und Jörg 1996, als ich das erste Mal in den Sophiensaelen aufgetreten bin. Beinahe 20 Jahre später sind sie immer noch die hingebungsvollsten Zuschauer der Stadt. Korinna und Jörg teilen ihre Sichtweisen und Geschichten über den Wandel Berlins anhand ihrer Zeugenschaft der Berliner Tanzgemeinschaft.

Warum lieben die Tanz und was bringt sie dazu immer wieder zu kommen?

Antragsteller/in Laurie Young

Veranstaltungstermin 26. bis 29. November 2015

Veranstaltungsort Sophiensaele, Berlin

Förderbetrag 60.000 €

Internetseiten sophiensaele.com/p...84&hl=de

Körper ohne Macht

Solo-Trilogie von Angela Schubot

 

PART 1: "In the blind Spot"

von Margret Sara Gudjonsdottir & Angela Schubot

 

Ausgehend von dem Moment des Fallens und der totalen Aufgabe treibt die Performance In the blind Spot den Körper an die Grenzen der Weichheit und des Zerfalls. Die vermeintliche Schwäche des verausgabten Körpers deuten Guðjónsdóttir und Schubot positiv um und feiern ihn als Verweigerung gegen den Imperativ der Leistung. In seiner Zerbrechlichkeit offenbart er ungesehene Orte des Nicht-Widerstand-Widerstandes. In the blind Spot entwickelt eine sehr physische Bewegungssprache absoluten Loslassens, die sich gerade in ihrer Weichheit den üblichen Grenzen von Identität und (Selbst-)Behauptung entzieht. Grenzenlos unaggressiv enthüllt und provoziert sie zugleich.

 

Die Performance ist eine Fortsetzung des Gruppenstücks "Blind Spotting", uraufgeführt 2014 in den Sophiensælen, und ist der erste Teil der Solo-Trilogie "Körper ohne Macht" von Angela Schubot. Radikal stellen Guðjónsdóttir und Schubot den singulären Körper in den Mittelpunkt. Wie unter einem Brennglas treten verborgene Innenansichten zu Tage.

 

 

PART 2: "the fire from within"

Gemeinsam mit Martin Clausen entsteht die beschwörende Performance „the fire from within“ an der Grenze von Körpertechnik und Sprache mit dem Ziel, die eigenen Körpergrenzen nach Innen und nach Außen auszudehnen.

 

PART 3: "Körper ohne Macht"

Das abschließende Solo „Körper ohne Macht“ wird Ende des Jahres am HAU Hebbel am Ufer zu sehen sein und zeigt einen Körper des stetigen Wandels, jenseits von machtlogischen Benennungen, Sinnzuschreibungen und Deutungshoheiten.

Antragsteller/in Angela Schubot

Veranstaltungstermin 27. bis 30. Mai, 1. und 2. Juni 2015, jeweils 19.30 Uhr

Veranstaltungsort Sophiensaele

Förderbetrag 60.000 €

Kooperationen Die Trilogie Körper ohne Macht ist eine Produktion von Angela Schubot in Koproduktion mit SophiensÆle, HAU Hebbel am Ufer, CDC Uzès Danse, Theater Freiburg, MDT Stockholm, Schwankhalle Bremen, ImPulsTanz Wien, Kulturkosmos Müritz e.V. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Unterstützt von Tanzfabrik Berlin, ada Studio & Bühne für zeitgenössischen Tanz und Uferstudios.

Internetseiten sophiensaele.com/p...42&hl=de

"In the blind Spot" von Margret Sara Gudjonsdottir & Angela Schubot / Foto: benjakon

Körper ohne Macht

"Körper ohne Macht" lautet der Titel der Trilogie, in der sich die Berliner Choreografin und Performerin Angela Schubot Gegenentwürfen zu normativen Körperbildern widmet.

 

Auftakt der Solo-Performance-Reihe bildet "In the blind Spot" in der Regie der isländischen Choreografin Margret Sara Gudjonsdottir an den Berliner Sophiensaelen. Ausgehend von dem Moment des Fallens und der totalen Aufgabe treibt „In the blind Spot“ den Körper an die Grenzen der Weichheit und des Zerfalls. Die vermeintliche Schwäche des verausgabten Körpers deuten Gudjonsdottir und Schubot positiv um und feiern ihn als Verweigerung gegen den Imperativ der Leistung. In seiner Zerbrechlichkeit offenbart er ungesehene Orte des Nicht-Widerstand-Widerstandes.

 

„In the blind Spot“ entwickelt eine sehr physische Bewegungssprache „absoluten Loslassens“ aus, die sich gerade in ihrer Weichheit den üblichen Grenzen von Identität und (Selbst-)Behauptung entzieht. Grenzenlos unaggressiv enthüllt und provoziert sie zugleich. Radikal stellen Gudjonsdottir und Schubot den singulären Körper in den Mittelpunkt. Wie unter einem Brennglas treten verborgene Innenansichten zu Tage. Darin schließt die Performance an die Gruppenchoreografie „Blind Spotting“ an, die im vergangenen Jahr in den Berliner Sophiensaelen zur Uraufführung kam.

 

An der Grenze von Performance und partizipativem Workshop präsentiert die Berliner Choreografin Angela Schubotzusammen mit Martin Clausen unter dem Titel „The Fire from within“ den zweiten Teil der Solo-Trilogie (4. & 5. September 2015, Tanzfabrik/Wedding im Rahmen von Tanznacht Forum/Visionärer Widerstreit). „The Fire from within“ stellt eine erste Annäherung an einen grenzenlosen Körper dar. Welche Möglichkeiten stehen zur Verfügung, um den Körper unendlich nach innen und nach aussen auszudehnen? Wie lässt sich hierfür Sprache als Verbindung von körperlicher Innen- und Außenwelt fruchtbar machen? In dieser Performance will die Berliner Choreografin Angela Schubot die unendlich teil- und wandelbaren Körperrealitäten, wie sie sie erlebt und in ihren Arbeiten herauskristallisiert, zum ersten Mal in (gesprochene) Sprache überführen und diese neue und spezielle Sprache mit dem Publikum teilen. Gemeinsam mit ihrem langjährigen Weggefährten Martin Clausen (TWO FISH), der für seinen akrobatischen Umgang mit Worten bekannt ist und darin zu immer neuen semantischen Horizonten aufbricht, entwickelt Schubot eine Sprache, die Ausdruck des Körpers ist - und mehr noch: über seine physischen Grenzen hinaus geht und mehr ist als das darin liegende Selbst. Der Fluss der Rede geleitet Zuschauer wie Performerin auf eine körperliche Reise durch anatomische und nicht-anatomische Körperbeschreibungen, imaginäre Innenwelten mit extrem emotionalen Amplituden, fast „hypnotischen“ Be-Sprechungen, Phantasien, stabilen und flüchtigen Realitäten und dem großzügigen Teilen einer hoch sensibilisierten und subjektiven Körperwelt mit dem Ziel, ein Bewusstsein für das augenblickliche Erleben zu erschaffen. Die Unmittelbarkeit von Sprache und Körper erzeugt einen Raum des konstanten Werdens. Angesiedelt zwischen beschwörender Performance und partizipativem Workshop lädt Schubot das Publikum ein, Teil von ihr selbst und ihrer Praxis zu werden. Die Zuschauer können das Stück zunächst und größtenteils hörend im Liegen verfolgen. Spielerisch eröffnet „The Fire from within“ dabei ungekannte Zugänge zu den eigenen Körperwelten - und bricht mit dem Klischee, dass Tanz und Bewegung an einem anderen Ort als Sprache stattfindet.

 

Der dritte und letzte Teil der Trilogie wird Ende des Jahres am HAU Hebbel am Ufer zu sehen sein und zeigt einen Körper des stetigen Wandels, jenseits von machtlogischen Benennungen, Sinnzuschreibungen und Deutungshoheiten.

Antragsteller/in Angela Schubot

Veranstaltungstermin PART 2: The Fire from Within - 4. und 5. September 2015 PART 1: In the blind Spot - 27.-30.5. & 2. & 3.6.2015 PART 3: Körper ohne Macht (weitere Angaben folgen)

Veranstaltungsort Sophiensaele & Tanzfabrik Berlin & HAU Hebbel am Ufer

Förderbetrag 60. 000 €

Kooperationen Die Trilogie Körper ohne Macht ist eine Produktion von Angela Schubot in Koproduktion mit Sophiensaele, HAU Hebbel am Ufer, CDC Uzès Danse, Theater Freiburg, MDT Stockholm, Schwankhalle Bremen, ImPulsTanz Wien, Kulturkosmos Müritz e.V. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Unterstützt von Tanzfabrik Berlin, ada Studio & Bühne für zeitgenössischen Tanz und Uferstudios.

Internetseiten www.tanzfabrik-berlin.dewww.sophiensaele.comwww.hebbel-am-ufer.de

Schubot & Clausen - THE FIRE FROM WITHIN / Foto: BENJAKON

Schubot & Gudjonsdottir - INT THE BLIND SPOT / Foto: BENJAKON

Körper ohne Macht

"Körper ohne Macht" lautet der Titel der Trilogie, in der sich die Berliner Choreografin und Performerin Angela Schubot Gegenentwürfen zu normativen Körperbildern widmet.

 

Auftakt der Solo-Performance-Reihe bildet "In the blind Spot" in der Regie der isländischen Choreografin Margret Sara Gudjonsdottir an den Berliner Sophiensaelen. Ausgehend von dem Moment des Fallens und der totalen Aufgabe treibt „In the blind Spot“ den Körper an die Grenzen der Weichheit und des Zerfalls. Die vermeintliche Schwäche des verausgabten Körpers deuten Gudjonsdottir und Schubot positiv um und feiern ihn als Verweigerung gegen den Imperativ der Leistung. In seiner Zerbrechlichkeit offenbart er ungesehene Orte des Nicht-Widerstand-Widerstandes.

 

„In the blind Spot“ entwickelt eine sehr physische Bewegungssprache „absoluten Loslassens“ aus, die sich gerade in ihrer Weichheit den üblichen Grenzen von Identität und (Selbst-)Behauptung entzieht. Grenzenlos unaggressiv enthüllt und provoziert sie zugleich. Radikal stellen Gudjonsdottir und Schubot den singulären Körper in den Mittelpunkt. Wie unter einem Brennglas treten verborgene Innenansichten zu Tage. Darin schließt die Performance an die Gruppenchoreografie „Blind Spotting“ an, die im vergangenen Jahr in den Berliner Sophiensaelen zur Uraufführung kam.

 

An der Grenze von Performance und partizipativem Workshop präsentiert die Berliner Choreografin Angela Schubotzusammen mit Martin Clausen unter dem Titel „The Fire from within“ den zweiten Teil der Solo-Trilogie (4. & 5. September 2015, Tanzfabrik/Wedding im Rahmen von Tanznacht Forum/Visionärer Widerstreit). „The Fire from within“ stellt eine erste Annäherung an einen grenzenlosen Körper dar. Welche Möglichkeiten stehen zur Verfügung, um den Körper unendlich nach innen und nach aussen auszudehnen? Wie lässt sich hierfür Sprache als Verbindung von körperlicher Innen- und Außenwelt fruchtbar machen? In dieser Performance will die Berliner Choreografin Angela Schubot die unendlich teil- und wandelbaren Körperrealitäten, wie sie sie erlebt und in ihren Arbeiten herauskristallisiert, zum ersten Mal in (gesprochene) Sprache überführen und diese neue und spezielle Sprache mit dem Publikum teilen. Gemeinsam mit ihrem langjährigen Weggefährten Martin Clausen (TWO FISH), der für seinen akrobatischen Umgang mit Worten bekannt ist und darin zu immer neuen semantischen Horizonten aufbricht, entwickelt Schubot eine Sprache, die Ausdruck des Körpers ist - und mehr noch: über seine physischen Grenzen hinaus geht und mehr ist als das darin liegende Selbst. Der Fluss der Rede geleitet Zuschauer wie Performerin auf eine körperliche Reise durch anatomische und nicht-anatomische Körperbeschreibungen, imaginäre Innenwelten mit extrem emotionalen Amplituden, fast „hypnotischen“ Be-Sprechungen, Phantasien, stabilen und flüchtigen Realitäten und dem großzügigen Teilen einer hoch sensibilisierten und subjektiven Körperwelt mit dem Ziel, ein Bewusstsein für das augenblickliche Erleben zu erschaffen. Die Unmittelbarkeit von Sprache und Körper erzeugt einen Raum des konstanten Werdens. Angesiedelt zwischen beschwörender Performance und partizipativem Workshop lädt Schubot das Publikum ein, Teil von ihr selbst und ihrer Praxis zu werden. Die Zuschauer können das Stück zunächst und größtenteils hörend im Liegen verfolgen. Spielerisch eröffnet „The Fire from within“ dabei ungekannte Zugänge zu den eigenen Körperwelten - und bricht mit dem Klischee, dass Tanz und Bewegung an einem anderen Ort als Sprache stattfindet.

 

Mit dem letzten Teil "Körper ohne Macht" bringt die Berliner Choreografin Angela Schubot ihre gleichnamige Solo-Trilogie auf der Bühne des HAU Hebbel am Ufer/HAU 1 zum Abschluss. Herausgelöst aus Machtkontexten und äußeren Einflussfaktoren, zeigt Schubot mit der Kraft der Reduktion einen fragilen und doch widerständigen Körper als Gegenentwurf zu tradierten Körperbildern und Konzepten des Selbst. Kann es überhaupt einen Körper geben, der jenseits von Macht existiert? Einen Körper, der sich weder ohnmächtig im Anderen verliert noch sein Selbst machtvoll im Anderen weiterführt? Angela Schubot begibt sich auf die Suche nach einem entgrenzten Körper der ‘Nicht- Macht‘ und nach der Erfahrung von körperlicher Kontinuität ohne Macht. Im Zusammenspiel von Licht, Musik und Bewegung erzeugt Schubot einen reduzierten aber nicht minder kraftvollen Raum. Im Zentrum steht ein Körper des stetigen Wandels. Seine Grenzen scheinen zu verschwimmen, lösen sich auf und verschmelzen mit der Umgebung. Alles, was er macht, ist, sich immer mehr zu öffnen. In dieser anhaltenden Transformation widersteht er einer festen Zuschreibung, einer Definition. Bedingungslos treibt Schubot ihren Körper an die Grenze zur Selbstaufgabe und darüber hinaus. Seine vermeintliche Schwäche weicht einem Aufbegehren und zunehmenden Erstarken vor den Augen der Zuschauer. Ihr ganzer Körper wird reine Wahrnehmung. Noch nie, so scheint es, war sich der Körper so nah - und doch so fern.

Antragsteller/in Angela Schubot

Veranstaltungstermin PART 3: Körper ohne Macht - 4.- bis 7. Dezember 2015 PART 2: The Fire from Within - 4. und 5. September 2015 PART 1: In the blind Spot - 27.-30.5. & 2. & 3.6.2015

Veranstaltungsort PART 3: HAU Hebbel am Ufer // PART 2: Tanzfabrik Wedding // PART 1: Sophiensaele

Förderbetrag 60.000 €

Kooperationen Produktion: Angela Schubot. Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer, Sophiensaele, CDC Uzès Danse, Theater Freiburg, MDT Stockholm, Schwankhalle Bremen, ImPulsTanz Wien, Kulturkosmos Müritz e.V. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Unterstützt von Tanzfabrik Berlin, ada Studio & Bühne für zeitgenössischen Tanz und Uferstudios.

Internetseiten www.hebbel-am-ufer...-macht/2200/

Schubot - Körper ohne Macht / Foto: BENJAKON

Schubot - Körper ohne Macht / Foto: BENJAKON

La Fille - Portrait eines Kindes

In seiner neuen Arbeit setzt sich Christoph Winkler mit einem schmerzhaften Moment seines Lebens auseinander: bei seiner Pflegetochter wurde eine fortschreitende Psychose diagnostiziert. Damit geriet das bisherige Leben aus den Fugen und ein existenzieller Riss tat sich auf, als er vor anderthalb Jahren seine Pflegetochter aufgrund ihrer Bindungsstörung in eine therapeutische Wohngruppe abgab.

Eine verzweifelte Situation, die begleitet wurde von den immer wiederkehrenden Fragen: Habe ich das Problem, die Krankheit nicht richtig erkannt? Warum habe ich ihr nicht das Gefühl von Sicherheit und Urvertrauen zurückgeben können? War der Verlauf unausweichlich? Was geschieht jetzt mit ihr in diesem neuen Lebensabschnitt?

Diese schwierige Erfahrung hat der Vater und Choreograf Christoph Winkler zu einem Stück verdichtet, das mit den Mitteln des Tanzes ein Porträt seiner Pflegetochter versucht, um so zu verstehen, zu akzeptieren. „La Fille“ als Geschichte eines Menschen, der sich rüstet vor der Angst, zu viel Nähe zuzulassen.

 

Das Ballet La fille mal gardée- die schlecht behütete Tochter fungiert dabei als Referenz und setzt Winklers quasi doppelt autobiografische Choreografie in Verbindung mit der Tanzhistorie von 1789 – der Kunstform Ballett und seiner Musik. Diese Musik und die strenge Gestaltungsidee des klassischen Balletts geben „La Fille“ zeitliche und akustische Struktur. Sie schaffen den Raum, in dem die junge französische Tänzerin Emma Daniel (22) mit ihrer erstaunlichen Kraft einen Ausdruck für den Schmerz des Vaters einerseits und die ersehnte Distanz des Kindes, des Mädchens, der Jugendlichen zu aller Umwelt andererseits zu finden vermag. Sie ist gleichzeitig innen und außen.

 

Antragsteller/in Christoph Winkler

Veranstaltungstermin Premiere: 28. Mai 2015, 29. bis 31. Mai 2015 Wiederaufnahme: 17.-20. September 2015

Veranstaltungsort Ballhaus Ost

Förderbetrag 55.000 €

Kooperationen EINE PRODUKTION VON CHRISTOPH WINKLER UND EHRLICHE ARBEIT – FREIES KULTURBÜRO IN KOOPERATION MIT DEM BALLHAUS OST. GEFÖRDERT DURCH DEN HAUPTSTADTKULTURFONDS UND DEM REGIERENDEN BÜRGERMEISTER VON BERLIN – SENATSKANZLEI – KULTURELLE ANGELEGENHEITEN. MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG VON PHASE7.

Internetseiten www.christoph-winkler.com

©EmmaDaniel

Nach dem Ende kommt noch was

Mit jedem Versuch, Identität in einfachen Worten zu fixieren, zerrinnt sie in unzählige Einzelteile. Setzt man diese wieder wie gewohnt zusammen, entsteht ein neues Bild. „Hyoung-Min Kim ist Tänzerin.“ Diese Aussage ist wohl wahr und doch nicht vollständig. In ihrem neuen Solo beschäftigt sich die Choreografin und Performerin mit diesem irritierend flüssigen „ist“. Für „Nach dem Ende kommt noch was“ überantwortet sie ihre Identität der Tänzerin Anna-Luise Recke. Die Performerin bespiegelt die ihr fremde Erfahrungswelt von allen Seiten, schlüpft in die Haut der Choreografin, ohne ihre eigene Identität zu verbergen. In der Performance riskieren beide dabei alles: die Erinnerung an das, was war, genauso wie die Hoffnung auf das, was kommt. Hyoung-Min Kim öffnet ihr Körperarchiv, wagt den physischen Ausbruch aus dem Gewohnten und traut sich schließlich, sich selbst ins Antlitz zu blicken – sei dies schmerzhaft oder nicht. Ihr unausweichliches vis-à-vis ist dabei Anna-Luise Recke: Auf ihrem Körper entsteht ein Kaleidoskop verschiedener Individualitäten; spielerisch entfaltet sie Möglichkeiten, sich auf der Bühne ihrer selbst zu vergewissern. Vielleicht ist die Frage nach der Identität das größtmögliche Risiko; das Risiko, sich im Finden zu verlieren. Hyoung-Min Kim stellt und teilt diese Frage: offen, körperlich, stark und poetisch. Gemeinsam mit Anna-Luise Recke erkundet sie dazu Strategien, die tradierte Praxis der Identitätspolitik zu unterwandern. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne - und jedem Ende ein Anfang.

 

Konzept & Choreografie: Hyoung-Min Kim Performance und Choreographische Mitarbeit: Anna-Luise Recke Dramaturgie: Thomas Schütt Lichtdesign: Benjamin Schälike Musik: Mattef Kuhlmey Produktionsleitung: Benjamin Schälike & Monica Ferrari Fotografie: Jeonghee Han Presse: björn & björn

Eine Produktion von Hyoung-Min Kim.

 

Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Produziert im und unterstützt von DOCK 11/EDEN*****.

Partner Theaterscountings Berlin

 

Ticketreservierungen: ticket@dock11-berlin.de, 030-35120312

 

Tickets: 14.- Euro / 8.- Euro erm.

Antragsteller/in Hyoung-Min Kim

Veranstaltungstermin Premiere: 25. Juni 2015, 20.30 Uhr 26., 27. und 28. Juni, jeweils 20.30Uhr. Wiederaufnahme am 18., 19., 20., 21. Februar 2016, jeweils 20.30 Uhr.

Veranstaltungsort Dock11, Kastanienallee 79, 10435, Berlin

Förderbetrag 30.000 €

Internetseiten www.dock11-berlin....och-was.htmlwww.theaterscoutin...och_was_565/

Fotografie: Jeonghee Han

POST- Ausdruckstanz in Deutschland, Israel und im Butoh

POST- Ausdruckstanz in Deutschland, Israel und im Butoh ein zweiwöchiges Festival mit Installationen, Ausstellung, Performances und interaktiven Formaten

 

mit Gaby Aldor, Maya M. Carroll, Johanna Lemke, Yuko Kaseki, Brit Rodemund, Efrat Stempler, Martin Stiefermann, Albrecht Ziepert, Roy Carroll und weiteren

 

Welche Relevanz hat Ausdruckstanz im Hier und Heute? Wie zeigen sich im zeitgenössischen Tanz Spuren dessen, was im frühen 20. Jahrhundert in Mitteleuropa entwickelt, seitdem in zahlreiche andere Regionen der Welt getragen wurde; sich mit den jeweiligen dortigen Einflüssen vermischt und die unterschiedlichsten politischen Systeme durchlaufen hat? In einem gleichermaßen praktischen wie historischen Rechercheprozess haben sich KünstlerInnen gemeinsam und eigenständig mit den Wurzeln und Verzweigungen des Ausdruckstanzes auseinandergesetzt. Entstanden ist dabei ein Bewusstsein für die komplexen Wechselwirkungen zwischen den konzeptuellen Möglichkeiten, die der Ausdruckstanz bietet und dem kulturellen Begriff von Individualität und Restriktion, die den verschiedenen politischen Systemen inhärent sind. Dieses körperliche, erlebbar machende Forschungsprojekt bringt alte „Schätze“ mit kritischen Überlegungen von heute zusammen.

 

 

Organisation: Denise Czerny, Kirsten Seeligmüller

Technik | Licht: Asier Solana

Übersetzungen: David Bloom

Presse: Katharin Karouaschan

produziert vom und geprobt im DOCK 11 EDEN*****

das Festival POST- ist gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und unterstützt von 50 Jahre Deutschland Israel

 

INSTALLATION

4.-8. sowie 11.-15. November 2015 immer ab 18 Uhr auf dem Hof des DOCK 11

AUSDRUCK-MOBIL eine Installation der MS Schrittmacher über die Emigration und Flucht deutscher AusdruckstänzerInnen

 

INSTALLATION

4.-8. sowie 11.-15. November 2015 immer ab 18 Uhr im DOCK 11

MOVE eine interaktive Soundinstallation von Albrecht Ziepert

 

AUSSTELLUNG

4. bis 8. sowie 12. bis 15. November 2015 ab 18 Uhr im DOCK 11 Saal 3

POST- Exhibition eine Ausstellung mit Materialien und Videos aus dem Rechercheprozess zum Festival

 

PERFORMANCE

6. November 2015 20.30 Uhr und 8. November 2015 19 Uhr im DOCK 11, Theaterhalle

ONA eine Performance von Efrat Stempler und Wojtek Klemm

 

LECTURE PERFORMANCE

6. und 7. November 2015, 19 Uhr im DOCK 11, Theaterhalle

„Komm, hier ist das Paradies...“ eine Lecture Performance von Gaby Aldor

 

PERFORMANCE

4. und 5. November 2015, 19 Uhr im DOCK 11, Theaterhalle

BERT, DEIN SCHUH IST AUF eine Tanzgeschichte mit Männern von und mit Johanna Lemke, Wolfgang Heantsch, Steven Paul, Nile Koetting, Daniel Drabek

 

PERFORMANCE

10. + 11. November 2015, von 15 bis 20 Uhr als offenes Work in progess Showing im DOCK 11, Theaterhalle

12. + 13. November 2015, um 19 Uhr Performance im DOCK 11, Theaterhalle

SUBLIMINAL AFFAIR eine visuelle Installations-Performance von Yuko Kaseki, Sarane Lecompte, Justin Palermo und Arata Mori

 

PERFORMANCE

14. + 15. November 2015, um 19 Uhr im DOCK 11, Theaterhalle

SCORE 4 eine performative Untersuchung von Maya M. Carroll

 

PERFORMANCE

11. November 19.00 Uhr im Saal 3, 14. November 17.00 Uhr im Saal 2

INSTRUMENTAL BODIES eine interaktive Performance von Maya M. Carroll

 

TALK

8. November 2015, um 16 Uhr im DOCK 11, Theaterhalle

POST- Talk eine Podiumsdiskussion mit Gaby Aldor, Friederike Lampert, Alexander Schwan und Elisabeth Nehring

 

WORKSHOP

7. und 8. November 2015, jeweils 11.00-15.00 Uhr im DOCK 11 Saal 2

POST-Ausdruckstanz Workshop im Rahmen des Festivals POST-

Ausdruckstanz in Israel, Deutschland und im Butoh für alle Level von Anfängern bis Profis

 

 

Antragsteller/in DOCK 11

Veranstaltungstermin 4., 5., 6., 7., 8., 11., 12., 13., 14. November 2015, ab 18 Uhr

Veranstaltungsort DOCK 11, Kastanienallee 79, 10435 Berlin

Förderbetrag 45.000 €

Kooperationen 50 Jahre Deutschland Israel Botschaft des Staates Israel in Berlin

Internetseiten www.dock11-berlin.de

Foto / Collage: Arata Mori Performance: SUBLIMINAL AFFAIR eine visuelle Installations-Performance von Yuko Kaseki, Sarane Lecompte, Justin Palermo und Arata Mori

Foto: Postkarte

Fotorechte: Gaby Aldor / Ornsteinschwestern

Regelförderung "Sasha Waltz & Guests" 2014

© Sasha Waltz & Guests 2015

For more information please contact presse@sashawaltz.de

Zur Compagnie Sasha Waltz & Guests

Sasha Waltz & Guests wurde 1993 von Sasha Waltz und Jochen Sandig in Berlin gegründet. Bis zum heutigen Zeitpunkt haben über 300 Künstler und Ensembles – Architekten, Bildende Künstler, Choreographen, Filmemacher, Designer, Musiker, Sänger und Tänzer – aus 25 Ländern in über 80 Produktionen, »Dialoge«-Projekten und Filmen als »Guests« mitgewirkt. Sasha Waltz & Guests arbeitet in einem internationalen, sich ständig weiter entwickelnden Netz von Produktions- und Gastspielpartnern und zeigt aus dem derzeit 20 Produktionen umfassenden Repertoire ca. 70 Vorstellungen pro Jahr weltweit. In Berlin kooperiert die Compagnie mit einer großen Bandbreite von Einrichtungen wie Stadttheatern, Opernhäusern, Museen und hat zur Gründung innovativer Produktionsorte für den Dialog der Künste wie den Sophiensaelen (1997) und dem Radialsystem V, Space for Arts & Ideas (2006), beigetragen. Die Erschließung innovativer Aufführungs- und Kreationsformen im choreographischen Musiktheater hat sich zum

bedeutendsten Schwerpunkt in der Arbeit von Sasha Waltz & Guests entwickelt.

Für das Jubiläumsjahr 2013 wurde die Compagnie offiziell zum »Kulturbotschafter der Europäischen Union« ernannt. Zuletzt ehrte der Fonds Darstellende Künste Sasha Waltz & Guests mit dem »george tabori ehrenpreis« 2014.

Sasha Waltz & Guests wird gefördert von der Kulturverwaltung des Landes Berlin und aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

 

© Sasha Waltz & Guests 2014

For more information please contact presse@sashawaltz.de

Entwicklung der choreographischen Oper

 

Für Sasha Waltz liegt der Fokus ihrer künstlerischen Arbeit in der Verknüpfung verschiedener Genres und Gattungen und dem Dialog zwischen den Disziplinen und Künsten. Dabei entstanden so unterschiedliche Projekte wie »Dialoge ’99« im Jüdischen Museum, »Dialoge 17-25/4« rund um den Mendelsohn-Bau am Lehniner Platz und die choreographische Installation »insideout«.

Mit der Schubert-Adaption »Impromptus«, die im Jahr 2004 uraufgeführt wurde, wandte sich Sasha Waltz zum ersten Mal der klassischen Musik zu. Damit war eine neue Phase ihres Schaffens eingeleitet. Die Inszenierung einer Oper bildete für sie einen folgerichtigen Schritt: Bei dem Projekt »Dido & Aeneas« (Musik: Henry Purcell) 2005 stand die choreographische Umsetzung und Erweiterung der Mittel des Musiktheaters um theatrale Ansätze des Tanzes im Mittelpunkt – eine für die Oper neuartige Verschmelzung von Tanz, Gesang und Musik. Sänger und Choristen wurden Teil einer Gesamtchoreographie, die alle aus ihren ursprünglichen Funktionen herauslöste.

Mit ihrer zweiten Opernchoreographie »Medea« zur Musik von Pascal Dusapin und dem Text von Heiner Müller sowie »Roméo et Juliette« zur Dramatischen Sinfonie von Hector Berlioz für die Pariser Oper entwickelte Sasha Waltz die von ihr begründete choreographischen Oper 2007 weiter.

Das 2008 in Frankfurt uraufgeführte Werk »Jagden und Formen (Zustand 2008)« von Wolfgang Rihm in Zusammenarbeit mit dem Ensemble Modern markiert eine weitere Etappe in der Erarbeitung zeitgenössischer Konzertformen von Sasha Waltz, ebenso wie die choreographischen Opern »Passion« (Musik: Pascal Dusapin) sowie »Matsukaze« (2011) zur Komposition des japanischen Komponisten Toshio Hosokawa. 2012 entstand das choreographische Konzert »gefaltet« für acht Tänzer und vier Musiker, eine Zusammenarbeit mit dem französischen Komponisten Mark Andre. Durch den Einbezug der Instrumentalsolisten in den Entstehungsprozess des Stücks bekam das Zusammenspiel von Tanz und Musik in »gefaltet« noch einmal eine neue Dimension.

Zur Zeit zeigt Sasha Waltz ihre neueste choreographische Oper »Orfeo« zur Musik von Claudio Monteverdi, in der verschiedene Stränge ihrer bisherigen Arbeit zusammenlaufen: Nach der Auseinandersetzung mit dem Orpheus-Mythos in Pascal Dusapins Kammeroper »Passion« knüpft Sasha Waltz nun wieder am barocken Ursprung an und integriert ebenso den Chor und die Gesangssolisten in die Bewegungen, als auch die Tänzer in das musikalische Geschehen. Musik und Tanz gehen so noch einmal eine neue Verbindung im genreübergreifenden Werk von Sasha Waltz ein.

 

© Sasha Waltz & Guests 2014

For more information please contact presse@sashawaltz.de

The Development of the Choreographic Opera Sasha Waltz focuses on combining different genres and on promoting dialogue between the various disciplines and arts in her works. This approach led to the creation of projects such as »Dialoge '99« in the Jewish Museum Berlin, »Dialoge

17-25/4« at the Mendelsohn-Bau at Lehniner Platz, Berlin, and the choreographic installation »insideout«.

Sasha Waltz first turned to classical music with »Impromptus«, a Schubert

adaptation, which premiered in 2004. This marked the beginning of a new phase of her oeuvre; the logical next step was to stage an opera. Her 2005 project »Dido & Aeneas« (music: Henry Purcell) focused on the choreographic production and on expanding the possibilities of musical theater with the help of theatrical approaches to dance – a new kind of fusion of dance, song and music in opera.

The soloists and choir members formed part of an overall choreography which dissociated them from their original functions. Sasha Waltz continued her work on choreographic operas in 2007 with a second opera, »Medea«, with Pascal Dusapin's music and Heiner Müller's libretto, and Hector Berlioz's dramatic symphony »Roméo et Juliette« for the Paris Opera.

»Jagden und Formen (Zustand 2008)« by Wolfgang Rihm in collaboration with the Ensemble Modern, which premiered in Frankfurt in 2008, marked a further stage in Sasha Waltz's development of contemporary concert forms, together with the choreographic operas »Passion« in 2010 (music: Pascal Dusapin) and »Matsukaze« (2011) with music by the Japanese composer Toshio Hosokawa. Sasha Waltz created the choreographic concert »gefaltet« for eight dancers and four musicians in 2012 in collaboration with the French composer Mark Andre. The instrumental soloists were involved in the creation of the piece, which gave yet another new dimension to the interaction of dance and music in »gefaltet«.

Sasha Waltz presented her most recent choreographic opera, »Orfeo«, with music by Claudio Monteverdi in 2014. »Orfeo« combines various strands of her work to date; following her work on the myth of Orpheus in »Passion«, the chamber opera by Pascal Dusapin, Sasha Waltz returns to its Baroque origins and incorporates the choir and the soloists into the movements, as well as the dancers into the musical events. Sasha Waltz's cross-genre work thus succeeds in fusing music and dance in a radically new manner.

 

The company Sasha Waltz & Guests was founded by Sasha Waltz and Jochen Sandig in Berlin in 1993. To date, more than 300 artists and ensembles – architects, visual artists, choreographers, filmmakers, designers, musicians, singers

and dancers – from 25 countries have collaborated as »Guests« on over 80 productions, »Dialoge« projects and films.

Sasha Waltz & Guests works in an international and constantly evolving network of production and guest performance partners, showing parts of its current repertoire of 20 pieces in about 70 performances around the globe each year. In

Berlin, the company cooperates with a wide range of nstitutions such as municipal theatres, opera houses and museums and has contributed to the establishing of innovative production sites for artistic dialogue such as Sophiensaele (1997) and Radialsystem V, Space for Arts & Ideas (2006). The

development of innovative forms of performance and creation in choreographic musical theatre has become the most significant focus of the work of Sasha Waltz & Guests.

For its anniversary year 2013 the company has been named »European Cultural Ambassador« by the European Union. Most recently Sasha Waltz & Guests was awarded the »george tabori ehrenpreis« 2014 by Fonds Darstellende Künste.

Sasha Waltz & Guests is supported by Hauptstadtkulturfonds and the Land of Berlin.

Antragsteller/in Sasha Waltz & Guests GmbH

Veranstaltungstermin 2015

Veranstaltungsort Radialsystem V u.a.

Förderbetrag 875.000 €

(c) Bernd Uhlig

(c) Bern Uhlig

(c) Sebastian Bolesch

Tanz im August

Das 27. Internationale Festival, das am 13. August 2015 eröffnet wird, zeigt insgesamt 18 Produktionen und eine Retrospektive, rund 60 Vorstellungen mit Stars und Newcomern des zeitgenössischen Tanzes aus über 20 Ländern an 8 Veranstaltungsorten in ganz Berlin.

 

Tanz im August setzt 2015 verstärkt auf Uraufführungen und Koproduktionen. Besondere Beachtung gilt den Beziehungen zwischen Bildender Kunst und Tanz, der Entwicklung der asiatischen Tanzszene sowie der Realisierung neuer Projekte von Berliner Künstlern. Der britischen Choreografin und Künstlerin Rosemary Butcher widmet Tanz im August eine mehrteilige Retrospektive.

Antragsteller/in Hebbel-Theater Berlin GmbH

Veranstaltungstermin 13. August bis 4. September 2015

Veranstaltungsort diverse Veranstaltungsorte in Berlin: HAU Hebbel am Ufer, Akademie der Künste, Haus der Berliner Festspiele, Radialsystem V, Schaubühne am Lehniner Platz, Sophiensæle, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.

Förderbetrag 400.000 €

Kooperationen Mit Unterstützung der Aventis Foundation. In Kooperation mit Akademie der Künste, Radialsystem V, Schaubühne am Lehniner Platz, Sophiensæle, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Tanz im August zu Gast im Haus der Berliner Festspiele.

Internetseiten www.tanzimaugust.de

John Adams - Lucinda Childs - Frank O. Gehry: "Available Light";Foto: Tom Vinetz

Rosemary Butcher: "Touch the Earth" (1987); Foto: Chris Ha

TAO Dance Theatre: "7"; Foto: Duan Ni

The Ghosts

“The hard life began the day I retired, I have no flat, no job and no regular income” says the Chinese acrobat Cheng Fei, seven-times national champion and world champion. “The flowers, the applause, the flags – it feels like a different life“. On the scraphead by their mid-twenties, on their own, with no social security, often lacking formal education and job prospects in THE GHOSTS Constanza Macras worked with Chinese acrobats and circus performers. It looks like these artists, who once won fame and fortune for their country with their bodily discipline, have been forgotten and “decommissioned” by Chinese society, even though many of them are still quite young. They recall the “hungry ghosts” – according to Chinese popular mythology, lost souls who have been forgotten by their descendants and lead a miserable existence in an intermediate world. For Macras these artists’ materially precarious, ghostly condition is a metaphor for life in contemporary China, with its contradictions, social injustice and power structures. Those who once brought the country glory and honor are discarded as soon as they are no longer top achievers. “THE GHOSTS”, like the Chinese Ghost Festival in July, allows them a temporary return to the land of living, making their art and their stories visible once again.

Antragsteller/in Constanza Macras DorkyPark

Veranstaltungstermin 3. / 4. / 5. / 7. / 8. September 2015

Veranstaltungsort Schaubühne Berlin

Förderbetrag 85.000 €

Kooperationen In co-production with Tanz im August, Schaubühne am Lehniner Platz, CSS Teatro stabile di innovazione del Friuli Venezia Giulia and Guangdong Dance Festival. Funded by Capital Cultural Fund, Berlin – Governing Mayor of Berlin – Department for Cultural Affairs. Supported by the Berlin Senate Cultural Affairs Department and with the friendly support of The Garden Hotel.

Internetseiten www.dorkypark.org/...he-ghosts-2/

© Thomas Aurin

© Thomas Aurin

© Thomas Aurin

The Iliad

Die neue Arbeit von Felix Mathias Ott ist mehr als nur eine Nacherzählung der Homerschen Ilias: Die Konstrukteure bestimmen mit archaischer Kraft die Handlung und errichten trojanische Räume. Aus einer Choreografie des Bauens und Zerstörens entstehen suggestive Bildwelten und ein akustisch-visueller Raum, der den Zuschauer dazu bewegt, sich seinen eigenen Sehnsüchten zu stellen. Collagenartig wandert. „A Iliad“ von der heutigen Bühne hin zur antiken Polis und wieder zurück in unsere Gegenwart, die durch ihre unsichtbaren Spiele entlarvt wird. Zwei Männer auf der Bühne, schwere Körper, Alltagskleidung. Arbeiter statt Krieger. Ott führt uns zwei Männer im Gleichklang vor, die sich an Material abarbeiten. In größter Ruhe und immer in Symmetrie zueinander bedienen die Männer Äxte, Akkuschrauber, Werkzeuge aller Art. Bei alledem zeigt Ott wieder seine Meisterschaft im Umgang mit allen Bühnenmitteln: Licht, Sound, Wind – alles erscheint fein aufeinander

abgestimmt, präzise eingesetzt. Elisabeth Nehring, Deutschlandradio

Antragsteller/in Felix Mathias Ott

Veranstaltungstermin 18. bis 21. Februar 2015, 20.30h

Veranstaltungsort Uferstudios, Studio 4

Förderbetrag 4.650 € Wiederaufnahme

Kooperationen Tanzfabrik Berlin, Student Centre Zagreb (University of Zagreb) - Culture of Change. In the frame of Apap - Performing Europe 2011-2016

Internetseiten www.felixmathiasott.com

Pressestimmen

Ante Pavic, Maik Riebort/ The Iliad Dieter Hartwi

Ante Pavic, Maik Riebort/ The Iliad Dieter Hartwig

Maik Riebort/ The Iliad Dieter Hartwig

THEM AND US

Die Samoaner sind wieder da! Ein Jahrhundert nachdem sie in deutschen Zoos unter dem Motto „Unsere neuen Landsleute“ ausgestellt wurden, kehren drei von ihnen zurück. Die Tänzer Malili, Lafaele und Paul studieren heute die Kultur und Gebräuche ihrer Weißen Brüder und Schwestern und stoßen dabei auf merkwürdige Verbindungen zwischen den Kulturen: Die Menschen in Bayern tanzen den samoanischen Fa’ataupati in Lederhosen, die Maler der Künstlergruppe Brücke stellen Bilder in samoanischer Maltechnik her und Menschen in Berliner Clubs tragen die Tätowierungen von samoanischen Häuptlingen auf ihrem Schultermuskel. In einem folkolonialen Spektakel aus hybrider Choreografie und Filmaufnahmen entwickeln die Darsteller auf humorvolle Weise eine Umschreibung der anthropologischen Sicht der Deutschen auf die ehemalige Kolonie Deutsch-Samoa.

 

 

 

KÜNSTLERISCHE LEITUNG Jochen Roller, Yuki Kihara TANZ Lafaele Fagasa, Malili Tautala, Paul Tuisaula VIDEO Andrea Keiz LICHTDESIGN Marek Lamprecht ASSISTENZ Laura Böttinger PRESSE, PRODUKTION björn & björn

Antragsteller/in Jochen Roller

Veranstaltungstermin 16., 18., 19., 20. September 2015, 19.30 Uhr

Veranstaltungsort Sophienesaele

Förderbetrag 40.000 €

Kooperationen Eine Produktion von Jochen Roller in Koproduktion mit Theater Roxy Birsfelden, Theater Freiburg, FFT Düsseldorf und SOPHIENSÆLE. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und des Regierenden Bürgermeisters von Berlin - Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten. Mit freundlicher Unterstützung durch den Fachausschuss Theater und Tanz BS/BL, Creative New Zealand und dem Goethe-Institut Neuseeland.

Internetseiten www.sophiensaele.comwww.jochenroller.de

Foto: © Evotia Tamua

Videostill: © Andrea Keiz