Darstellende Kunst

Spill Your Guts

Zuwendungsempfänger:in:
Hendrik Quast

Kooperationspartner:
Berliner Senat für Kultur und Europa, Sophiensæle Berlin, Kampnagel Hamburg, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt

Internet:
Website von Hendrik Quast

Termine

Sophiensæle
Sophienstr. 18 18, 10178 Berlin
Do. 03.02.2022, 19.30 Uhr
Fr. 04.02.2022, 19.30 Uhr
Sa. 05.02.2022, 19.30 Uhr
So. 06.02.2022, 17.00 Uhr
Weitere Termine:

10., 11. + 12.03.22: Kampnagel Hamburg www.kampnagel.de 08. + 09.04.22: Schwankhalle Bremen www.schwankhalle.de 28. + 29.04.22: Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt www.mousonturm.de

Eine Bauchrednershow von Hendrik Quast

Darstellende Kunst Aufführung

Die Bauchrednershow der anderen Art! Im Dialog mit einer Darmkrankheit lässt Hendrik Quast neue Bilder von chronischer Krankheit entstehen.

Eine lädierte Klappmaulpuppe scheißt so ungeniert wie sie speist. Sie hat ihren Bauchredner fest im Griff. Doch damit nicht genug: als Verkörperung seiner chronisch-entzündlichen Darmkrankheit hat sie nur eins im Sinn: Bluten soll er! Das ungleiche Duo entfacht ein Beziehungsthriller über unverdaute Reste, befeuert das Stammeln über unerhörte Krankheitsgeschichten und stürzt sich in einen Shitstorm über die Arbeit am Theater. Eine Aufstiegsgeschichte ohne authentische Betroffenheit, die garantiert keinen Charity-Applaus verdient! Für sein neuestes Projekt lernt Performance- und Aktionskünstler Hendrik Quast die Kunst des Bauchredens, um sich der chronisch entzündlichen Darmkrankheit Colitis Ulcerosa künstlerisch anzunähern. Die Kunst des Bauchredens markiert eine Entgrenzung der Kategorien von Unterhaltungs- und Hochkultur. "Spill your Guts“ wirft die Frage auf, wie die persönliche Betroffenheit von Krankheit und anderer struktureller Diskriminierung als Erfahrungswissen theatralisiert werden kann, ohne Authentifizierungstrategien zu bedienen. Klassismus und Darmkrankheit vereint ihre „Unsichtbarkeit“ und „Sprachlosigkeit“ – Quast findet eine Ästhetik um sich beiden Phänomenen künstlerisch anzunähern und Spekulationen über ihre gegenseitige Bedingtheit anzustellen. Im Gespräch mit der Krankheit, verkörpert von einer lädierten und eigensinnigen Bauchrednerpuppe, entstehen neue Sprechweisen und Bilder von chronischer Krankheit, die für das kranke und gesunde Publikum ungewöhnliche Humorräume öffnen. Vor einer übergroßen Darmskulptur vermischen sich Fiktion, Repräsentation und Realität. Indem er den Darm zur Bühne erklärt, hinterfragt der Künstler mit seinem Team, wer die Deutungshoheit über den kranken Körper eigentlich innehat: die Medizin, der Patient oder die Krankheit selbst?

Weitere Projekte

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