Performing arts

Die Zeit ist immer jetzt (Arbeitstitel)

Recipient of the funding:
Tanzcompagnie Rubato

Cooperation partner:
Europäisches Solisten-Ensemble für aktuelle Musik zeitkratzer

Internet:
Website Rubato

Termine

Uferstudios für zeitgenössischen Tanz, Berlin, Studio 14
Badstr. 41a, 13347 Berlin
Th. 07.10.2021, 20.30 Uhr
Fr. 08.10.2021, 20.30 Uhr
Sa. 09.10.2021, 20.30 Uhr
Su. 10.10.2021, 17.00 Uhr
Th. 07.10. - Su. 10.10.2021

Die Zeit verändern, das ist das Entscheidende, wenn wir verändern wollen.

Performing arts Performance/Presentation

Was ist die Zeit? Wenn mich niemand danach fragt, weiß ich es, wenn ich es aber einem, der mich fragt, erklären sollte, weiß ich es nicht.

Wir sind gesellschaftlich in einem intensiven Diskurs über die Notwendigkeit, die Beziehung zwischen Natur und Gesellschaft, Natur und Mensch, signifikant zu verändern und neu zu bestimmen, um zukünftigen Katastrophen vorzubeugen. Das Neudenken über den Umgang mit „Zeit“ ist Teil dieser Auseinandersetzung. „Die Zeit verändern, das ist das Entscheidende, wenn wir verändern wollen“, behauptet der Philosoph Jean Luc Nancy und weiter: “Das Eintauchen in eine Zeit ohne Ökonomie, das bedeutet die Tür zu öffnen für ein neues Verhältnis zur Welt.“ Im Kontext dieses Diskurses, ist die Auseinandersetzung mit dem Phänomen „Zeit“, zentraler Aspekt unserer geplanten Produktion. In der praktischen Umsetzung treffen 8 Tänzer:innen der Tanzcompagnie Rubato und 8 Musiker:innen des Ensembles „zeitkratzer“ in einem dialogischen Prozess aufeinander. Auf der physischen Ebene untersuchen wir Zeiten und Rhythmen, die unser Körper selbst hat, in seinen unterschiedlichen Systemen (Atmung, Herzkreislauf, Flüssigkeiten, Nervensystem, Wahrnehmungsorgane, Drüsen, etc.) und die damit verbundenen besonderen emotionalen und mentalen Qualitäten. Musikalisch dienen unterschiedliche historische Stücke die selbst auf radikale Weise „Zeit“ thematisieren, als Ausgangspunkt, um durch kompositorische „Überdeckungen“ Transformationen in eine neue Zeitlichkeit zu entwickeln. In einem dialogischen Prozess werden das musikalische und das tänzerische Material zu einer neuen Gesamtkomposition weiterentwickelt. Ziel ist, gewohnte Wahrnehmungsmuster von Zeit zu verunsichern, den Zuschauer anzuregen, Zeitprozesse, auch seines eigenen Körpers, zu reflektieren. Zeit als Form lebendiger Existenz, unabhängig von gängigen Zeitökonomien, über Tanz und Musik zu erleben. Zu beginnen über eine Zeit ohne Ökonomie nachzudenken.

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